14-Jährigen aus der eisigen Ache gerettet

An einem Montag im Jänner des Vorjahres hatte es einen 14-jährigen Buben an der Bregenzer­ach im wahrsten Sinne des Wortes eiskalt erwischt.

Die Misere begann, als der Jugendliche  in der Nähe der Eisenbahnbrücke über die dortigen Sandfelsen auf eine kleine Eisfläche kletterte. Die dünne Eisdecke hielt dem Gewicht nicht stand. Der Bub fiel ins rund null Grad kalte Wasser. Laut Wasserrettung konnte er sich zwar auf einen vereisten Stein retten, kam von dort allerdings nicht mehr zurück ans Ufer.

Stark unterkühlt

Sein Glück: Der 14-Jährige hatte ein Handy dabei, mit dem er Verwandte verständigen konnte. Auch Passanten wurden auf ihn aufmerksam.

Bereits sieben Minuten nach dem abgesetzten Notruf trafen die Rettungsschwimmer und die Polizei am Unglücksort ein. Sie sicherten den jungen Mann zunächst mit einer Schwimmweste und einer Leine, ehe er über eine Leiter gerettet werden konnte. Wieder zurück an Land wurde er an die Sanitäter übergeben, die ihn wegen der erlittenen starken Unterkühlung behandelten. Die Vorarlberger Wasserrettung nahm und nimmt diesen Vorfall auch heuer zum Anlass, explizit vor dem Betreten von Eisflächen zu warnen. Erst jetzt beginnen viele Gewässer erst zuzufrieren und die Eisdecken sind großteils noch nicht tragfähig. Vor allem bei fließenden Gewässern ist Vorsicht geboten, da dort die Eisdecke noch dünner ist. Sebastian Hellbock, Landesleiter der Vorarlberger Wasserrettung, legt außerdem nahe: „Zudem sollten Kinder besonders über die Gefahren eines Eiseinbruches aufgeklärt und unter Aufsicht betreut werden.“

Drohender Untergang auf See

Im Oktober drohte ein Kapitän auf dem Bodensee samt seinem Motorboot unterzugehen. Zu diesem Zeitpunkt herrschte Windstärke sieben bis acht. Da sich der Unglücksort in Vorarlberg befand, wurde auch die hiesige Landesleitzentrale alarmiert. Mehrere Feuerwehren, die Wasserrettung und die Polizei rückten sofort zum Einsatz aus. Das havarierte Boot wurde von den Einsatzkräften fixiert. Der Bootsführer, der sich auf den Geräteträger retten konnte, wurde mit dem Wasserrettungsboot V 9 unterkühlt, aber wohlauf an Land gebracht.

Manövrierunfähig

Laut dem Geretteten war während der Fahrt der Motor ausgefallen, wodurch das Boot manövrierunfähig wurde. „Der Fahrer konnte nichts mehr tun. Das havarierte Boot ist auf eine Untiefe im Bereich der Rheinmündung aufgelaufen und hat sich mit Wasser gefüllt“, sagte Manuel Winkel, Einsatzleiter der Wasserrettung in der Abteilung Bregenz.

Eingeschlossen

Und im September musste die Wasserrettung eines Abends noch einmal zu einem Einsatz an der Bregenzerach ausrücken. Zwei Personen waren auf den Sandplatten vom Fluss eingeschlossen. Vier der Fließwasserretter konnten die beiden unversehrt in Sicherheit bringen. Die Feuerwehr Lauterach hat mit ihrer Flutlichtanlage bei der Ausleuchtung unterstützt. Insgesamt waren 18 Einsatzkräfte der Wasserrettung Vorarlberg beteiligt. Die 1400 Mitglieder der Vorarlberger Wasserrettung sind primär für Notfallsituationen an und in Gewässern zuständig. Alleine im Jahr 2020 konnten im Ländle 27 Personen aus teils akuter Ertrinkungsgefahr gerettet werden. Auch bei Stark­regen- und Hochwasser leistet die Organisation Katastrophenhilfe.

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