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137.000 Arbeitsplätze in Italien gefährdet

Die Gewerkschaften warnen vor dem industriellen  Niedergang in Italien. 137.243 Arbeitnehmern droht der  Stellenverlust, geht aus einem Bericht des Gewerkschaftsverbands Cisl hervor.

Die Zahl der gefährdeten Arbeitsplätze sei in einem Jahr um über 50.000 Einheiten gewachsen. Die von der Krise am stärksten betroffenen Bereiche seien die Branchen Telekommunikation, Chemie und Textil.

Nach der Insolvenz der Nahrungsmittelkonzerne Cirio und Parmalat sei auch der Lebensmittelbereich unter Druck geraten. Wegen der Pleite der beiden Nahrungsmittelkolosse seien 10.000 Arbeitsplätze gefährdet. Hinzu müsse man die Krise der Baubranche berücksichtigen, da mehrere von der Regierung geplante Infrastrukturprojekte noch nicht in die Wege geleitet wurden, bemängelte Cisl in dem Bericht. Auch die Fiat-Krise laste immer noch auf der italienischen Wirtschaft, obwohl Signale der Besserung zu melden seien.

Die von der Krise am stärksten betroffenen Regionen sind die industriereichen Lombardei und Piemont, sowie die rückständigeren Sizilien und Kampanien, ergab die Studie. „Italien braucht dringend eine Schocktherapie, um die Krise zu bewältigen“, sagte Cisl-Chef Savino Pezzotta.

Die Gewerkschaften warnten die Regierung davor, auf die positiven Effekte des Aufschwungs in den USA auf das heimische Wirtschaftssystem zu warten. „Der Aufschwung hat kaum Effekte auf Europa und auf Italien noch weniger. Wenn Europa 2004 mit einem Wachstum von zwei Prozent rechnet, werden wir uns in Italien mit 1,5 Prozent begnügen müssen“, so Pezzotta.

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