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12. Vorarlberger Umweltwoche geht los

Die Umweltwoche startet am heutigen Freitag.
Die Umweltwoche startet am heutigen Freitag. ©Umweltv
In der Vorarlberger Umweltwoche soll das Bewusstsein für Natur und Nachhaltigkeit gestärkt werden.

Die 12. Vorarlberger Umweltwoche will von 28. Mai bis 6. Juni in über hundert Präsenzveranstaltungen und Online-Angeboten das Bewusstsein der Bevölkerung für Natur und Nachhaltigkeit stärken. Im Fokus stehen dabei vor allem Kinder, so die Projektpartner von Land, Gemeindeverband und Österreichischem Ökologie Institut am Freitag bei einer Pressekonferenz in Dornbirn. Ein Schwerpunkt gilt heuer Insekten und dem Schwinden ihrer Artenvielfalt und -anzahl.

Wertschätzenden Umgang

Auf dem zehntägigen Programm stehen unter Koordination des Vorarlberger Gemeindeverbands Biotop-Exkursionen, Kräuterwanderungen, Repair-Cafés, Kleidertausch-Partys, digitale Schnitzeljagden, Gartentreffs, Kurse, Ausstellungen, Vorträge, Flurreinigungen und Schulaktionstage. Gemeindeverbandspräsidentin Andrea Kaufmann und Präsidiumskollege Rainer Siegele (beide ÖVP) hofften auf Multiplikationseffekte in den Familien. Es sei oft ganz einfach, einen Beitrag zu einem wertschätzenden Umgang mit den Ressourcen zu leisten, "nur ist uns das vielleicht gar nicht bewusst", so Kaufmann. Hier wolle die Umweltwoche Impulse liefern.

Hybrides Programm

Siegele zeigte sich zuversichtlich, dass die Veranstaltungen in der derzeitigen Corona-Infektionslage stattfinden können. Vergangenes Jahr musste die Umwelt-Woche ins Internet ausweichen, heuer setzt man auf ein hybrides Programm. Umwelt-Landesrat Johannes Rauch (Grüne) erklärte, es gelte, die Grundidee von der Bedeutung von Natur, Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Artenvielfalt weiterzutragen. "Bewusstsein zu schaffen bei Kindern ist das oberste Anliegen", betonte er. Um in den Aktionstagen den Umstieg auf Bus und Bahn auszuprobieren, kann man mit dem Umweltwochenticket des Vorarlberger Verkehrsverbunds (VVV) um 15 Euro sieben Tage in ganz Vorarlberg mit den Öffis fahren.

Insekten-Schwerpunkt

Katrin Löning, Österreichisches Ökologie Institut Vorarlberg, verwies auf den Insekten-Schwerpunkt der heurigen Umweltwoche, unter anderem am "Blühtag" (30. Mai). "Wir brauchen die Insekten für unsere Ernährung, für die Bestäubung und den Boden", erinnerte sie. In Österreich lebten geschätzte 40.000 Insektenarten, es gebe aber einen enormen Rückgang. Laut einer deutschen Studie sei die Biomasse der Insekten in den vergangenen 20 Jahren um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Das sei auch spürbar: Es gebe abends kaum mehr Insektenwolken um Lichter, nach Autofahrten klebten bedeutend weniger Insekten an den Scheiben, am Bodensee gingen die Bestände insektenfressender Vögel zurück. "Jeder kann im Garten etwas für Insekten tun", so Löning und plädierte für einen "unaufgeräumten" Garten mit Nektarpflanzen, Sandhaufen und Altholz.

(APA)

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