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12.000 Euro: Unfall mit 1,2 Promille Restalkohol

Nach vorweihnachtlicher Veranstaltung: 1,2 Promille Restalkohol bei Heimfahrt am nächsten Tag.
Nach vorweihnachtlicher Veranstaltung: 1,2 Promille Restalkohol bei Heimfahrt am nächsten Tag. ©VOL.AT/Symbolbild
Feldkirch. Autofahrer wurde zudem zu einer bedingten Haftstrafe von drei Monaten verurteilt.


Ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Restalkoholgehalt von 1,2 Promille trug einem unbescholtenen Autofahrer eine bedingte Gefängnisstrafe von drei Monaten und eine unbedingte Geldstrafe von 12.000 Euro ein – 300 Tagessätze zu je 40 Euro. Das Urteil des Landesgerichts Feldkirch, das wegen fahrlässiger Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen erging, ist nicht rechtskräftig.

Die Geldstrafe fiel so hoch aus, weil der einzelne Tagessatz des monatlich netto 2000 Euro verdienenden, ledigen 35-Jährigen ohne Sorgepflichten von Richter Günther Höllwarth mit 40 Euro bemessen wurde. Der niedrigste Tagessatz für Straftäter ohne Arbeitseinkommen beträgt vier Euro, der höchstmögliche 5000 Euro. Die Höhe des Tagessatzes ist abhängig vom Einkommen und den finanziellen Verpflichtungen.

Schwer verletzt

Der alkoholisierte Autofahrer war am 15. Dezember 2013 auf der Landesstraße in Au in einer Linkskurve ins Schleudern geraten und gegen einen entgegenkommenden Pkw gekracht. Dessen Lenker wurde schwer verletzt. Er war monatelang nicht voll arbeitsfähig. Der Angeklagte hatte die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h nicht überschritten, sein Tempo aber nicht der eisigen Straße angepasst.

Er habe das Ausmaß des Restalkohols unterschätzt, sagte der geständige Angeklagte. Wenn er gewusst hätte, dass er noch mit 1,2 Promille alkoholisiert war, wäre er nicht gefahren, sagte der Universitätsabsolvent.

Heimfahrt mit Restalkohol

Er hat nach eigenen Angaben am Vorabend des Unfalls bis spät in die Nacht eine vorweihnachtliche Veranstaltung besucht und dabei verschiedene alkoholische Getränke konsumiert. Danach habe er im Elternhaus geschlafen. Gegen 9 Uhr habe er sich, wie immer an Wochenenden, mit seinem Pkw auf den Nachhauseweg nach Feldkirch gemacht. Der Alkoholisierung wegen werde die Haftpflichtversicherung gegen seinen Mandanten regressieren, merkte Verteidiger Manuel Dietrich an.

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