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11. Philosophicum Lech

Lech - Die Gretchenfrage "Nun sag’, wie hast du’s mit der Religion" steht im Zentrum des diesjährigen Philosophicums in Lech am Arlberg (20. bis 23. September).

Rund um diesen Themenkomplex werden sich am Arlberg renommierte Philosophen, Kulturwissenschafter, Soziologen und Theologen austauschen und mit dem Publikum diskutieren. Zur elften Auflage des Philosophicums, das wieder unter der Leitung von Konrad Paul Liessmann stattfindet, werden wie im Vorjahr 500 Teilnehmer erwartet.

Gretchens Frage an Faust in Goethes Tragödie zeigt laut Liessmann scharf den Konflikt zwischen naiver Gottesgläubigkeit und einer aufgeklärten Haltung, die in der Religion kaum mehr sehen kann als eine unspezifische Stimmung. In Lech wollen die eingeladenen Wissenschafter Fragen erörtern, die aus dieser Problemstellung erwachsen. So wird etwa dem Gedanken nachgegangen, welchen politischen, sozialen und moralischen Status Religionen in einer Gesellschaft einnehmen können, die sich der Aufklärung verpflichtet fühlt. Aber auch die Rolle der Konflikte zwischen den großen Religionen in einer globalisierten Welt wird thematisiert.

Als Referenten konnten für das 11. Philosophicum wiederum zahlreiche bekannte Wissenschafter und Persönlichkeiten gewonnen werden. Ihr Kommen zugesagt haben unter anderen der Schriftsteller Robert Menasse und Jan Philipp Reemtsma vom Hamburger Institut für Sozialforschung. Weiters am Arlberg erwartet werden Ednan Aslan (Professor für islamische Religionspädagogik, Universität Wien), Bruno Binggeli (Professor für Astronomie, Universität Basel) oder auch der Philosophie-Professor Peter Strasser (Universität Graz).

Das Philosophicum Lech hat sich in den vergangenen Jahren als internationales Zentrum für philosophische, kultur- und sozialwissenschaftliche Reflexion, Diskussion und Begegnung etabliert. Kamen zur ersten Veranstaltung 1997 rund 100 Besucher, wurden im Vorjahr mehr als 500 Teilnehmer gezählt, die sich vier Tage lang einer konzentrierten intellektuellen Auseinandersetzung und Begegnung widmeten. Da das Philosophicum mit dieser Teilnehmeranzahl an seinen Kapazitätsgrenzen angelangt ist, musste für heuer eine Teilnahmebeschränkung eingeführt werden.

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