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1000 Nussbäume für die Kirche in Vorarlberg

Die Bäume könnten nicht nur für gutes Klima, sondern auch für weniger Importe sorgen.

Eine fruchtbare Kooperation: Diözesen und Pfarren stellen ihre landwirtschaftlichen Pachtflächen zur Verfügung. Der Landwirtschaftsbetrieb LändleNuss bewirtschaftet. Dahinter stecken zwei Familien, Becvar und Domig.

„Wir bieten der Diözese und den Pfarren an, ohne Arbeits- und Ressourcenaufwand und grundsätzlich ohne Kosten gemeinsam an einem Klimaschutzprojekt vor Ort mit Hand anzulegen“, erklärt Patrick Domig.

Domig ist Unternehmer und ­Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Vorarlberg (AEEV), er ist auf einem Biobauernhof aufgewachsen und betätigt sich aktiv in der „Ackerdemie“, der Schule am See in Hard. Der Harder Umweltbeauftragte Mathias Becvar ist Landwirtschaftlicher Fachwirt und in der Obst- und Gartenkultur engagiert. Mit ihren Familien haben die ­beiden die LändleNuss GesbR gegründet.

Die positiven Effekte der Nussbäume sind eine hohe CO2-Bindung über die Photosynthese der Bäume und die CO2-Speicherung im Humus. Die Entwicklung von Nussbaumwiesen sei eine konkrete Maßnahmen um die Schöpfungsverantwortung in der Kirche für die nachfolgenden Generationen wahrzunehmen, ist der „Zweifamilienbetrieb“ überzeugt. In den vergangenen Jahren wurden an zwei Standorten mehr als 180 Stück Walnussbäume ausgepflanzt.
Doch LändleNuss sucht weiter nach Kooperationen und mehr Flächen für ihren nachhaltigen Nussanbau.

Ihre Vision sind 1000 Nussbäume der Kirche für ein besseres Klima. Zudem könnten dadurch die Importe von Walnüssen reduziert werden. Nur elf Prozent des Anbaus passieren in der EU, der Rest wird weltweit importiert. Das war nicht immer so. In den vergangenen 80 Jahren sind von rund 8000 Walnussbäumen nur noch 1500 Stück auf landwirtschaftlichen Flächen in Vorarlberg übriggeblieben, informiert Domig und  ergänzt: „Dem Zustand wollen wir abhelfen.“

Jurybegründung: Der Familienbetrieb „Ländle Nuss“ will 1000 Nussbäume für ein besseres Klima pflanzen. Das stärkt die regionale Versorgung, denn nur elf Prozent der Walnüsse kommen aus dem EU-Raum.

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