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100. US-Gold der WM-Geschichte

Die USA feiern das 100. Gold in der WM-Geschichte. Dafür verantwortlich zeichnete Weitspringer Dwight Phillips, der am Samstag bei der Leichtathletik-WM in Helsinki mit der Saisonbestleistung von 8,60 m gewann.

Er egalisierte damit auch seine im Vorjahr beim Linzer Gugl-Meeting erzielte persönliche Bestleistung. Silber ging an den Ghanesen Ignisious Gaisah (8,34), Bronze an den Finnen Tommi Evilä (8,25), der damit dem Gastgeberland die erste Medaille bescherte.

8,60 m waren die viertbeste Siegerleistung in der WM-Geschichte. Bisher gibt es mit Carl Lewis (1983, 1987), Mike Powell (1991, 1993), Ivan Pedroso (1995, 1997, 1999, 2001) und eben Phillips (2003, 2005) erst vier verschiedenen Weltmeister in der Weitsprung-WM-Geschichte. Dwight Phillips ist am 23. August auch der große Star beim diesjährigen Leichtathletik-Meeting auf der Gugl.

Ein historisches Double gelang der 19-jährigen Äthiopierin Tirunesh Dibaba, nach den 10.000 m war sie auch über 5.000 nicht zu schlagen. Abermals wurde ihre 23-jährige Schwester Ejegayehu Dibaba Dritte. Über die 10.000 m räumten die Äthiopierinnen die Ränge eins bis vier ab, es war nach den US-Männern über 200 m der zweite Vierfachtriumph einer Nation bei diesen Titelkämpfen. „Ich habe 400-m-Sprints im Training absolviert, um den Speed zu bekommen. Ich bin glücklich, ich wollte, dass meine Teamkolleginnen auch gut sind. Ich bin stolz auf Äthiopien und Afrika“, freute sich Tirunesh Dibaba,

Gold in der Jahresweltbestleistung von 41,78 Sekunden mit der 4×100-m-Staffel der USA bedeutete für die 21-jährige Lauryn Williams den zweiten Titel in Helsinki nach jenem über 100 m. „Ich war ein bisschen nervös wegen der Wechsel, aber ich denke, sie waren beinahe ausgezeichnet. Ich habe die ganze Zeit an die zwei Goldmedaillen gedacht. Die Stimmung war nach dem Männerrennen gestern wirklich schlecht, aber ich musste mich auf unser eigenes Rennen konzentrieren“, sagte Williams. Bei den Männern setzte sich Frankreich durch, im Sieger-Quartett lief auch 110-m-Hürdensieger Ladji Doucoure. Damit gibt es mit Justin Gatlin (100 m, 200 m), Dibaba, Williams und Doucoure vier Doppelweltmeister.

Weltrekordlerin Julia Petschonkina aus Russland siegte über die 400 Meter Hürden in der Jahresweltbestzeit von 52,90 Sekunden vor den US-Amerikanerinnen Lashinda Demus (53,27) und Sandra Glover (53,32). „Da fühlt sich großartig an. Meine Taktik war, leicht anfangen und stark finishen. Auf diese Goldmedaille warte ich seit zwei Jahren. Es war kein perfektes Rennen, aber ich bin die beste Zeit in der Saison gelaufen – gerade zur rechten Zeit.“ Kugelgold bei den Frauen erkämpfte sich die Weißrussin Nadeschda Ostaptschuk mit 20,51 m vor der Russin Olga Riabinkina (19,64) und der Neuseeländerin Valerie Vili (19,62).

Am frühen Nachmittag war die erste WM-Medaille des vorletzten Wettbewerbstag vergeben worden, der Marokkaner Jaouad Gharib verteidigte trotz Magenproblemen seinen Marathon-Titel in 2:10:10 Stunden. Zweiter wurde Christopher Isegwe aus Tansania in 2:10:21, auf Platz drei landete der Japaner Tsuyoshi Ogata (2:11:16). Ältester WM-Teilnehmer in Helsinki war der 50-jährige Israeli Haile Satayin, vor einem Jahr lief er bei den Olympischen Spielen in Athen als 20. ins Ziel, in Finnland kam er auf Platz 21, nur 7:16 Minuten hinter Gharib.

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