100 Jahre Vereinshaus Wolfurt - Wolfurter Gespräch

Wolfurter Gespräch
Wolfurter Gespräch ©Kulturkreis Wolfurt
Am 16. Mai veranstaltete der Kulturkreis Wolfurt im Rahmen der „WOLFURTER GESPRÄCHE“ einen interessanten und unterhaltsamen Rückblick auf die Geschichte des Wolfurter Vereinshauses.

Nach der Eröffnung durch Obfrau Susanne Mohr und einer musikalischen Begrüßung (Berno Mohr, Richard Höfle) wurden von Mitgliedern des Theatervereins (Thomas Kalb, Hanspeter Mathis, Walter Sutterlüty, Christian Natter, Regie: Wolfgang Klimmer) die Anfänge szenisch nachgespielt. Josef ´Pepe´ Flatz erzählte Wissenswertes und Denkwürdiges über die Entwicklung des Vereinshauses und seine Bedeutung für die Dorfgemeinschaft.

Dabei wurde deutlich, welche gesellschaftspolitische Bedeutung das Vereinshaus im beginnenden 20. Jahrhundert hatte, mit dessen Hilfe sich die konservativen Kräfte in Wolfurt entscheidende Vorteile gegenüber den Liberalen verschaffen konnten.

Die Nazis machten sich das Vereinshaus ebenso zunutze wie anschließend die Franzosen als Besatzungsmacht, ehe sich in den 1950-er Jahren endlich ein (fast) unpolitisches Vereinsleben entwickeln konnte. Legendäre Christbaumfeiern und Bälle, aber auch Rockopern, Konzerte, Vorträge und Theateraufführungen machten das Haus zum gesellschaftlichen Mittelpunkt der Gemeinde, was an diesem Abend von mehreren Zeitzeugen und Vereinsvertretern (Walter Reis – Turnerschaft, Wolfgang Klimmer – Theaterverein, Martin Widerin – Free Music Projekt und Pfadfinder, Hans Fetz – Bürgermusik) hervorgehoben wurde. An dieser Stelle galt der Dank aller Anwesenden den Vereinshaus-Legenden Rupert Fischer(+), Robert und Erich Geiger sowie dem Wirtschaftsteam (vertreten durch Hans Fetz und die „Frickeneschar-Moatla“ Rosmarie, Bertele und Brunhilde), das mit dem „Vereinshaus-Schnitzle“ Kultstatus erreichte.

Raimund Schädler als letzter Obmann des Kartells christlicher Vereine berichtete von heftigen Diskussionen, als der Bau des neuen CUBUS beinahe zum Abbruch des Vereinshauses geführt hätte. Schließlich wurde das Kartell ebenso wie der Katholische Arbeiterverein kurz vor der Jahrtausendwende aufgelöst und das Vereinshaus (samt Liegenschaft!) der Gemeinde zum Geschenk gemacht. Diese verpflichtete sich dafür, wie Altbürgermeister Erwin Mohr erzählte, das Haus zu renovieren und für die Vereine dauerhaft bespielbar zu machen, was unter der Leitung des damaligen Vizebürgermeisters Ferde Hammerer vorbildlich gelang.

Vizebürgermeisterin Angelika Moosbrugger verband ihre Dankesworte mit dem Versprechen der Gemeinde, weiter gut auf das Vereinshaus zu schauen, das für viele Vereine und Veranstalter neben dem großen CUBUS längst unverzichtbar geworden ist.

Anschließend wurden beim gemütlichen Plausch noch unzählige Anekdoten ausgetauscht – ein rundum gelungener Abend!

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