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10-Jähriger nach Bienenstich fast erstickt

Am Dienstag musste ein Bub aus Ludesch nach einem Bienenstich mit dem Hubschrauber ins Spital geflogen werden: Bienengift-Allergie! Pro Jahr sterben in Österreich rund fünf Menschen an Insektenstichen.

Matthias, der Sohn eines Tischlermeisters, spielt auf der Wiese vor dem Haus Fußball. Barfuß. Plötzlich durchfährt ihn am Fuß ein fürchterlicher Schmerz. Der 10-Jährige kennt diesen Schmerz. Denn schon einmal hat ihn eine Biene gestochen. Vor einem Jahr im Schwimmbad in Frastanz. Damals reagierte er allergisch auf das Bienengift. Deshalb liegt zuhause griffbereit ein Notfallset.

Keine Luft mehr bekommen

Auch dieses Mal reagiert der Schüler allergisch auf das Gift. In Sekundenschnelle schwellen seine Augenlider an. Ausschlag breitet sich über seinen Körper aus. Mathias gerät in Panik. Sein Hals wird eng. Er bekommt kaum noch Luft. Seine Mutter Margarete, eine Krankenschwester, gibt ihm ein Antiallergikum. Doch ihr Sohn klagt immer noch über Atemnot.

Jetzt wird der Mutter angst und bange. Sie verständigt den Notarzt. Der in Ludesch stationierte Rettungshubschrauber Christophorus 8 landet wenige Minuten später auf der Wiese neben dem Haus. Er fl iegt den Buben ins Spital. Dort wird sein Kreislauf stabilisiert. Der Bub ist außer Lebensgefahr!

Es hätte auch anders ausgehen können. Immerhin sterben in Österreich jährlich vier bis fünf Menschen, weil sie von einer Biene oder Wespe gestochen wurden und einen Atem- und Herzstillstand erlitten.

Eine Bienen- und Wespengiftallergie kann jeder entwickeln, der schon einmal gestochen wurde. Selbst wenn man schon fünf Mal von einer Biene gestochen wurde und nichts passierte – beim sechsten Stich kann man plötzlich allergisch reagieren. Das liegt laut Primar Univ. Doz. Dr. Robert Strohal, Leiter der Hautabteilung am Landeskrankenhaus Feldkirch, daran, „dass das Abwehrsystem irgendwann einmal entscheidet, dass es gegen das Gift ankämpfen will.“

Im Zuge dieses Abwehrkampfes können folgende Symptome auftreten: Atemnot, Schwindel, Schweißausbrüche, Zittern, Übelkeit, Erbrechen, starkes Herzklopfen, massive Anschwellung im Halsbereich, Kreislaufprobleme bis zum Kollaps. „Treten solche Symptome nach einem Stich auf, dann muss man gleich einen Arzt aufsuchen“, so Primar Strohal eindringlich zur NEUE. Zum Arzt müsse man aber auch dann, wenn man in die Zunge, in den Mund oder in den Hals gestochen wird. „Denn dann droht der Erstickungstod.“

Mithilfe eines Tests lässt sich feststellen, ob man auf Bienen- und Wespengift allergisch reagiert. Strohal: „Es bringt aber nichts, wenn sich jetzt ganz Österreich testen lässt. Nur wer nach einem Stich schwere Symptome entwickelt sollte sich testen lassen.“

Stellt sich heraus, dass man allergisch ist, sollte man beim Arzt ein Notfallset anfordern. Und eine Impfkur – sie zieht sich über drei Jahre hin – machen. „Sie reduziert das Risiko einer allergischen Reaktion auf ein Minimum.“ In Vorarlberg entwickeln jährlich rund 50 Personen schwere Symptome nach einem Bienen- oder Wespenstich.


STICHE VERMEIDEN

  • Nicht im Freien essen und trinken
  • Keine abrupten und hektischen Bewegungen
  • Keine Parfüms und stark parfümierte Seifen und Lotionen verwenden
  • Nur im Haus barfuß gehen, nicht im Freien
  • Finger weg von parfümierten Sonnenschutzmitteln
  • Halten Sie Distanz zu Blüten, überreifen Früchten und Fallobst
  • Halten Sie den Körper so weit wie möglich bedeckt
  • Halten Sie Ihre Fenster tagsüber geschlossen

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