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„Wir würden einander gleich wieder heiraten“

Hannelore und Leo Mähr genießen jeden Tag, den sie zusammen sein können.
Hannelore und Leo Mähr genießen jeden Tag, den sie zusammen sein können. ©Privat
Hochzeitsta

Dornbirn. „Eigentlich führen wir eine ganz tolle Ehe, ich würde ihn gleich wieder heiraten, es hat mich keinen Tag gereut“, so Hannelore Mähr, und Leo Mähr nickt bestätigend. „Besonders jetzt haben wir es schön. Wir unternehmen viel gemeinsam und lassen es uns einfach gut gehen.“ So freut sich das Paar, dass es bei guter Gesundheit seinen 50. Hochzeitstag im Kreis der Familie im Gasthaus „Schwanen“ feiern kann, wo vor 50 Jahren auch das Hochzeitsfest stattfand.
Hannelores Lebensweg begann 1942 in Karlsruhe, der Heimatstadt ihrer Mutter. Ihre Eltern zogen bald mit ihr in das Elternhaus des Vaters nach Götzis, wo sie dann mit fünf Geschwistern schöne Kinder- und Jugendjahre verbrachte. Einziger Wermutstropfen war der Tod des Vaters als sie elf Jahre alt war. Gleich nach der Schule hieß es daher für sie, mit ihrem Verdienst von der Firma Huber die Mutter zu unterstützen.
Leo Mähr wuchs in der Nibelungenstraße in Dornbirn als Einzelkind auf. Er kam 1940 zur Welt, besuchte die Schule in Hatlerdorf und kann ebenfalls auf eine schöne Kindheit zurückblicken. Den Vater sah er mit vier Jahren nur einmal, als er auf Heimaturlaub kam, er überlebte aber dann die Folgen der entbehrungsreichen Kriegsjahre nicht. Wie viele Dornbirner fand er eine Beschäftigung bei F. M. Hämmerle, wechselte später zur Firma Drexel bis daraus Spar wurde. Ab 1959 arbeitete er als Lkw-Fahrer bei Greber Transporte, wo er 13 Jahre als Nutella-Transporter ganz Österreich mit dem köstlichen Aufstrich versorgte und die letzten zehn Jahre das Alpquell-Mineralwasser an die richtige Adresse brachte. Stolz verweist er dabei auf das riesige Lkw-Modell mit Anhänger und der Aufschrift Alpquell, das er zum 60. Geburtstag bekommen hatte und das auf dem Küchenkasten parkt und ab und zu mit Enkel Felix per Fernsteuerung im Hof auf Touren gebracht wird.

Glückliche Jahre
1960 lernten sich Hannelore und Leo kennen. Leo brachte Kies zur Baustelle gegenüber Hannelores Elternhaus. Da alles voller Matsch war, zog Hannelore ihre Schlapper aus, über die dann prompt Leo gefahren ist. Als Entschädigung versprach er ihr, sie einmal mitzunehmen. Das Ergebnis war dann ein junger Mann der zwei Jahre mit dem Moped von Dornbirn nach Götzis zur Stubat fuhr und nach dem Militär seine Hannelore im Gütle zum Traualtar führte. Der 26. Februar 1962 war ein wunderschöner aber kalter Tag und die Hochzeitsgesellschaft fuhr nach dem Mittagessen im „Schwanen“ am Nachmittag zum Kaffee nach Sulzberg in den „Ochsen“, wo ein Zitherspieler für die musikalische Umrahmung sorgte. Am Abend traf man sich dann zum Tanzen wieder im „Schwanen“.
In Leos Elternhaus richtete sich das Paar ein und freute sich bald über seinen Sohn Arnold und zwei Jahre später stellte sich auch Birgit ein. Nun war es Zeit ein eigenes Haus zu bauen, in das die Familie 1969 einzog. Für Hannelore war es selbstverständlich durch Heimarbeit und eine geringfügige Anstellung die Haushaltskasse aufzubessern. Die Kinder wurden zu verantwortungsvollen Erwachsenen erzogen, die Tochter ist in Deutschland verheiratet und im oberen Stock des Hauses wohnt der Sohn mit seiner Familie. So besteht auch ein enger Kontakt zu den drei Enkeln, Katharina, Tamara und Felix, die den Großeltern viel Freude bereiten. Seit Leos Ruhestand reisen die Jubilare gerne und oft, so besuchten sie schon die Türkei, Mallorca, Tunesien, waren mit dem Fahrrad auf großen Touren, auf Jeep-Safari in Dubai mit Tochter und Schwiegersohn und genossen eine Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer. Schon Tradition sind die Schwimmurlaube in der Therme Gainsberg, wo beide es sich gut gehen lassen.
Zum 50. Hochzeitstag ist der größte Wunsch der Jubilare noch lange bei guter Gesundheit zusammen sein zu können, mit den Kindern weiter das gutes Verhältnis zu pflegen und den Werdegang der Enkel verfolgen zu können.

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