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„Wied, wied, wied“ am Ludescherberg

„Gebt dem Wendehals eine Chance“ appelliert Ornithologin Jutta Soraperra.
„Gebt dem Wendehals eine Chance“ appelliert Ornithologin Jutta Soraperra. ©Hronek
Wendehals

Ornithologin Jutta Soraperra ist überzeugt, am Ludescherberg den Wendehals zu hören.

(amp) Der Wendehals, der kleinste heimische Spechtvogel, gilt in unserer Region als ausgestorben. Dennoch ist Natura 2000 Projektleiterin Jutta Soraperra überzeugt, die Stimme des Wendehalses im Ludescherberger Naturschutzgebiet zu vernehmen.

 

Gut getarnt

Der Wendehals ist gut getarnt. „Er sieht aus wie ein Stück Baumrinde auf zwei Beinen und ist daher in der Natur kaum auszumachen“, erklärt Jutta Soraperra. Übrigens: seinen Namen erhielt der Wendehals, weil er seinen Kopf wie eine Schlange in alle Richtungen drehen kann. Der Wendehals ernährt sich vor allem von Wiesenameisen, die wiederum ihre Nester in sonnig-warmen Magerwiesen anlegen. Durch zunehmendes „Aufräumen in der Natur“, durch intensive Bewirtschaftung und die Versiegelung großer Flächen sind diese Lebensräume der Ameisen und damit auch die Wendehals-Nährböden stark zurückgegangen.

 

Keine eigene Bruthöhle

„Während die  Ameisen zunehmend auf Hausgärten ausweichen, wo sie sich etwa unter Betonplatten wohl fühlen, ist der Wendehals ist da nicht so flexibel”, stellt Jutta Soraperra fest.  Der kleine Specht kann keine eigenen Bruthöhlen bauen. Er ist auf natürliche Ausbuchtungen der Bäume oder die Höhlen anderer Spechtarten angewiesen. Auch künstliche Nisthilfen werden angenommen, wenn der Lebensraum passt.

 

Zugvogel

Der Wendehals gehört zu den Zugvögeln. Den Winter verbringt er in Afrika. Das Klima im Walgau würde ihm aber für die Brut gut passen. Zwei Mal pro Sommer legt das Weibchen zehn oder mehr Eier. Die Wendehals-Ehe dauert allerdings nur eine Brutsaison, danach fliegen Männchen und Weibchen wieder getrennte Wege. „Wenn wir möchten, dass sich die Wendehals-Bestände im Walgau wieder vergrößern, müssen wir alte Obstbäume erhalten, neue Hochstämme pflanzen und ameisenreiche Magerwiesen pflegen,” appelliert  Jutta Soraperra an Obstbauern und Grundbesitzer.

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