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„Waffenstillstand“ am Ätna

Nach Tagen gewaltiger Eruptionen hat sich der Ätna auf Sizilien am Donnerstag merklich beruhigt. Zwei Lavaströme kamen zum Stillstand.

Andere Lavaströme wälzten sich sehr viel langsamer als zuvor die Hänge hinab. Die Menschen im Umkreis konnten erstmals seit dem Ausbruch vom Sonntag etwas aufatmen. Allerdings spuckte der größte Vulkan Europas noch immer eine dunkle Aschewolke in den Himmel.

Experten des Nationalen Vulkanologischen Instituts überflogen die Krater und sprachen von einer deutlich geringeren Aktivität des Berges. „Der Ätna gewährt einen Waffenstillstand“, hieß es im italienischen Fernsehen. Es gab lediglich leichte Nachbeben, hieß es weiter. Dagegen erschütterte ein stärkeres Erdbeben Mittel- und Südtalien.

Viele der weit über 1.000 Obdachlosen auf Sizilien verbrachten die Nacht im Auto, in einer der Zeltstädte oder bei Verwandten. Das staatliche Fernsehen schätzte die Schäden auf mehrere Dutzend Millionen Euro, die zumeist bei dem schweren Erdstößen am Dienstag entstanden waren. Die Regierung in Rom versprach schnelle Hilfe. Im Hafen von Catania lief ein Militärschiff mit medizinischer Versorgung für mögliche weitere Notfälle ein.

Experten betonten jedoch, der weitere Verlauf des Ausbruchs lasse sich nicht voraussagen. Am Mittwoch hatte es noch mehrere Nachbeben gegeben. Die Stadtverwaltung der Metropole Catania verteilte Atemmasken zum Schutz gegen den Ascheregen. Die Regierung in Rom rief den Notstand für die Region aus.

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