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„Vereine im Fokus“: Weltklasse aus Höchst

Beim Radball macht den Höchstern niemand etwas vor.
Beim Radball macht den Höchstern niemand etwas vor. ©Daniela Lais
Die Höchster Radballer fahren auf Erfolgskurs Höchst. Radball ist eigentlich eine Randsportart, nicht so in Höchst. Dort ist die Weltklasse zuhause. „Wir können über uns sagen, wir sind der erfolgreichste Radballverein auf der Welt“, erklärt Andreas Lubetz.
RC Höchst auf einen Blick

Der Radballer trainiert seit sechseinhalb Jahren den Nachwuchs des Erfolgsvereins und ist selbst seit 25 Jahren aktiver Fahrer. Letztes Jahr haben die Höchster Radsportler den letzten Titel geholt, der noch zum Radballerglück gefehlt hat – den Weltmeistertitel. 200 Mitglieder zählt der Verein, 80 davon sind aktiv mit dabei. Der Nachwuchs „kickt“ schon ab dem sechsten Lebensjahr. Drei Gruppen Schüler, Jugend und Junioren und die Elite trainieren wöchentlich in der Rheinauhalle in Höchst. Dass das Training von Erfolg geprägt ist, dafür sorgt neben Lubetz auch Marco Schallert. Die jungen Radballer lernen von den beiden Trainern wie man das Gleichgewicht hält, Koordination, aber auch Geschicklichkeit. Ein Grundmaß davon mitzubringen empfiehlt sich und macht das Training einfacher. Mit dem Nachwuchs hat man es in Höchst trotz Erfolg nicht so leicht, ist Radball doch recht anspruchsvoll. „Es dauert relativ lange, bis man spielen kann, man braucht viel Geduld“, weiß Lubetz. Die Fahrräder, die meistens in Tschechien handgefertigwerden, eins zu eins übersetzt sind und keine Bremsen haben, müssen für den Anfang unter Kontrolle gebracht werden. Schießen und stehen bleiben, das Ausbalancieren, alles muss gelernt sein. „Es dauert drei bis vier Monate, bis man den Grundstock beherrscht, das ist vielen zu lang“, weiß Lubetz.

Sport im Vordergrund

Und auch die finanziellen Aussichten sind beim Radball nur begrenzt. Das große Geld ist nicht drinnen, dafür steht der Sport und die Gemeinschaft im Vordergrund. „Es ist sehr familiär beim Radball, auch auf den Wettkämpfen ist es wie bei einem Familientreffen“, zieht Lubetz eine positive Bilanz. Auch die Trainingsmoral ist bei den Höchstern sehr gut. Die meisten jungen Fahrer sind gut befreundet, es herrscht ein angenehmes Klima untereinander, man kennt sich, besucht meist die selbe Klasse und Schule. Gespielt wird dennoch im zweier Teams, auch beim Training spielt jeweils ein Duo gegen ein anderes, wobei einer immer hauptverantwortlich für das Tor ist. Mädchen sucht man beim RC Höchst vergebens, obwohl man sich durchaus über weiblichen Nachwuchs freuen würde. Und Nachwuchs ganz allgemein ist willkommen. Eine kurze Hose, Sportschuhe und ein T-Shirt, das ist alles was man fürs Schnuppertraining benötigt, die Fahrräder stellt der Verein. „Es ist kein teurer Sport, das meiste was anfällt wird vom Verein bezahlt“, erklärt Lubetz. Ein Verein, der sich nicht nur intensiv um den Nachwuchs kümmert, sondern auch weiter auf Erfolgskurs fahren möchte – in Höchst spekuliert man schon auf die nächsten Titel. LAI

 

Info: Wer Interesse daran hat beim RC Höchst aktiv zu werden, kann direkt zum Anfängertraining, das jeden Montag und Donnerstag um 17.30 Uhr in der Rheinauhalle in Höchst stattfindet, vorbei kommen.

 

Vereine im Fokus“ – die Zahlen:

 

1921 wurde der Verein gegründet

200 Mitglieder zählt der Verein

80 davon sind aktive Sportler

25 Jahre spielt Trainer Lubetz schon selbst aktiv Radball

2 Trainer kümmern sich um den Nachwuchs

 

 

 

Vereine im Fokus“ – Umfrage: Wie bist du zum RC Höchst gekommen?

 

Ich bin mit einem Freund mit und so zum Verein gekommen. Das ist jetzt zweieinhalb Jahre her. Mir gefällt vor allem das Schießen. (Sven, 10 Jahre)

 

Als ich beim Leichtathletik war habe ich das Training der Radballer gesehen und es hat mir sofort gefallen. Dann bin ich vor fünfeinhalb Jahren zum Verein gegangen. Ich mag hier vor allem die Trainer, die sind so nett. (Sandro, 12 Jahre)

 

Beim Schnuppern bei der Sport- und Spielwoche habe ich Radball kennen gelernt und mochte es sofort. Seit zweieinhalb Jahren spiele ich jetzt hier und ich mag alles am Radball. Es ist super! (Sebastian, 12 Jahre) 

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