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„Vereine im Fokus“: Soziales Engagement eingeschlossen

Soziales Engagement wird groß geschrieben.
Soziales Engagement wird groß geschrieben. ©Daniela Lais
Die Rat von Hofen Zunft

„Die Rat von Hofen Zunft“ ist ein Verein mit Geselligkeit, Kultur und hohem Maß an Sozialengagement.

 

Lochau. Der Vereinssitz könnte passender nicht sein. Schräg gegenüber vom Schloss Hofen befindet sich das Clubheim der „Rat von Hofen Zunft“. „Die Rat von Hofen Zunft heißt es ganz korrekt“, korrigiert Christian Wild, der seit acht Jahren Obmann des Vereins ist. Dass er es ganz genau nimmt ist ein großer Vorteil für den Verein. Den „Hofnern“ geht es blendend. Seit fünf Jahren hat man das Vereinsheim mit Blick über das Tal in Pacht, mit viel Engagement, Genauigkeit und Eigenmitteln hat man das alte Haus renoviert und alles, was für einen Verein und die dazu gehörigen Feste wichtig ist, angeschafft. Jetzt widmet man sich den wichtigen Dingen. Das ist neben dem Feiern vor allem das soziale Engagement. Die 35 Mitglieder, die zwischen sechs und fünfundsechzig Jahre alt sind, sind das ganze Jahr aktiv. Sie organisieren das kulturelle Lochauer Leben, vom jährlichen Zunftball, der der einzige Ball in Lochau ist, über den Funken, die Maifeier bis hin zum Lochauer Umzug.

 

Unterstützung ist Zukunft

 

Auch heute ist ein Fest, es gibt Bier, Weisswürste und Geselligkeit. „Gemeinschaftspflege ist uns wichtig, an unserem Verein schätze ich die Geselligkeit, vor allem auch für die älteren Menschen ist das sehr relevant“, erklärt Wild. Und den Überschuss, den packt man nicht in die eigene Tasche. „Wir sind so gut ausgestattet, haben alles, wir setzen uns für diverse soziale Projekte ein“, ergänzt der Obmann. Da war etwa ein Erlös der an Ma hilft gegangen ist, oder auch an eine bedürftige Lochauer Familie. Das nächste große Event steht ebenfalls schon an, eine Kinderolympiade, die Geld für eine sozial schwache Familie bringen soll. „Soziale Projekte zu unterstützen ist unsere Zukunft, es ist das, was uns wichtig ist und es soll direkt bei den Menschen ankommen“, weiß Wild. 1924 wurde „Die Rat von Hofen Zunft“ zum ersten Mal erwähnt und auch schon damals, war das Anliegen ein ähnliches – anderen etwas gutes tun. Reiche Bauern haben sich zu der Zeit zusammen geschlossen um den Kindern eine Freude zu bereiten und den Kinderfasching auszurichten, parallel dazu wurden vor allem christliche Veranstaltungen zelebriert. Heute sind die meisten „Hofner“ keine Bauern mehr, sondern Berufstätig und ein eingeschworenes Team, in dem jeder seine Aufgaben hat. „Jeder weiß, wo sein Aufgabengebiet liegt und jeder weiß wo er hingehört“, erklärt Wild. Veranstaltungen werden einmal wöchentlich, jeden Freitag, beim Clubabend besprochen. Auch wenn man ein eingeschworenes Team ist, Gäste sind immer gerne gesehen, auch neue Mitglieder, die müssen sich allerdings in einer einjährigen Probezeit beweisen, dann fällt nämlich final die Entscheidung, ob sie in „Die Rat von Hofen Zunft“ aufgenommen werden. Ganz genau hält man es bei den Hofnern, korrekt und sozial – ein Garant für ein erfolgreiches und gutes Vereinsleben und Miteinander, sind sich die Mitglieder einig. LAI

 

Info: Die Rat von Hofen Zunft ist auch im Internet vertreten, über die Homepage http://www.hoferrat.at/ kann man Kontakt aufnehmen.

 

 

 

 

„Vereine im Fokus“  – die Zahlen:

 

 

7 Jahre ist es her, dass man sich als Verein eingetragen hat

35 Mitglieder zählt der Verein

5 Jahre haben die Hofner das Vereinsheim schon in Pacht

12 Jahre ist Christian Wild schon bei „Die Rat von Hofen Zunft“, 8 Jahre davon als Obmann

1924 wurde die Zunft zum ersten Mal erwähnt, damals als „Hofer Rat“

 

„Vereine im Fokus“ – Umfrage: Was schätzen sie beim Verein?

 

Eigentlich bin ich gar kein Vereinsmensch, aber vor zwölf Jahren habe ich meinen Wohnsitz hier her verlegt und bin zur Zunft. Seitdem schätze ich es vor allem hier Freunde zu haben. (Christian Wild)

 

Durch meine Heirat bin ich zum Verein gekommen und jetzt schon seit 30 Jahren mit dabei. Ich schätze die Gemeinschaft hier, es ist einfach einer „netter Haufen“. (Brigitte Sinz)

 

Die Kameradschaft hier ist toll, man hält zusammen, wenn es notwendig ist, helfen alle mit. Das schätze ich sehr, schon seit sieben Jahren, in denen ich mit dabei bin. (Wolfgang Praml)

 

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