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„Arma-Christi-Kreuz“ restauriert

"Arma-Christi-Kreuz" (Passionskreuz) in Hörbranz
"Arma-Christi-Kreuz" (Passionskreuz) in Hörbranz ©Rupp
Seltenes Passionskreuz in Hörbranz

In der ersten Jahreshälfte 2012 wurde das Wegkreuz in Hörbranz-Ziegelbach restauriert.

 An der Abzweigung Ziegelbachstraße – Fußweg nach Straußen steht ein interessantes Wegkreuz. Das Kreuz und die „Leidenswerkzeuge“ wurde im Frühsommer 2012 von Restaurator Joachim Kathrein aus Galtür, im Auftrag von Matthias Hehle, Wolfurt, der das „große Kreuz“ reparierte und neu malte, fachmännisch restauriert. Richard Hehle mit Sohn Markus fertigten einen stabilen Metallsockel und halfen beim Aufstellen des Kreuzes. Familie Alfons Hehle aus Straußen – in deren Besitz sich das Wegkreuz befindet – legt seit jeher Wert auf die Erhaltung dieses Kleinodes. In der Hehle-Familiengeschichte verbindet sich mit diesem Kreuz, dessen Entstehungszeit unbekannt ist, ein Gelübde um familiäres Kinderglück.

 Es handelt sich bei diesem Wegkreuz um ein „Arma-Christi-Kreuz“, auch „Waffen-Christi-Kreuz“ oder „Passionskreuz“ genannt. Lateinisch „arma“ bedeutet Waffen oder Wappen und steht für die Leidenswerkzeuge bei der Kreuzigung. Beim „Arma-Christi-Kreuz“ sind neben dem Gekreuzigten –mitunter auch anstatt demselben – Gegenstände abgebildet, die sich auf die Leidensgeschichte Christi beziehen. Älteste Arma-Christi-Darstellungen sind mittelalterliche Freskendarstellungen. Arma-Christi-Kreuze als Plastiken – wie wir sie heute kennen – kamen in der Gegenreformation und im Barock „in Mode“. „Da die Leidenswerkzeuge (Passionswerkzeuge) als Waffen zur Überwindung von Sünde und Tod angesehen werden, gelten sie als Siegeszeichen.“ (Quelle: Wikipedia)

 

 Das Hörbranzer „Passionskreuz“ trägt folgende Marterwerkzeuge und Symbole (Irrtum vorbehalten):

  • Inschrift INRI: Im Neuen Testament berichtet der Evangelist Johannes 19, 19-20: „Pilatus ließ auch ein Schild anfertigen und oben am Kreuz befestigen; die Inschrift lautete: Jesus von Nazareth, der König der Juden.“( IESUS NAZARENUS REX IUDAEORUM)
  • Der mit Essig oder Galle getränkte Schwamm an einem Rohr
  • Lanze, mit der ein römischer Soldat Jesus die Seitenwunde zufügte
  • Kelch, den Jesus beim letzten Abendmahl verwendete
  • Krug des Pilatus („Ich wasche meine Hände in Unschuld“)
  • Gefäß mit Salböl zur Grablegung oder Gefäß für Galle und Essig
  • Leiter, die bei der Abnahme des Leichnams verwendet wurde.
  • Hammer zum Einschlagen der Kreuznägel
  • Zange zur Entfernung der Kreuznägel
  • Hahn wegen der Verleugnung Christi durch Petrus
  • Geißel, die zur Geißelung verwendet wurde
  • Schwert des Petrus mit dem er einem Diener ein Ohr abschlug
  • Spielwürfel / Gewand Jesu: Die römischen Soldaten würfelten um das Gewand Jesu.
  • ,,Mein Jesus Barmherzigkeit!“: Dieses Stoßgebet geht zurück auf den heiligen Leonhard von Porto Mauritio (1676 – 1751). „Er hat diese drei Worte zum inhaltsreichen Flehruf zusammengestellt. Ein so schönes Gebet enthält nicht nur den Akt der Reue über das begangene Böse, sondern auch die Bitte um die Hilfe Gottes.“ (Quelle: Kath. Katechismus der Bistümer Deutschlands, 1958)

 

 

Ungeklärt ist die Symbolik der 17 kleinen „Kegel“(?), die am Kreuzdach hängen. (Antwort an: archiv@hoerbranz.at )

 

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