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„Walserherbst“: Jodeln, Film und Literatur

Beim erstmals durchgeführten Festival „Walserherbst“ werden im Großen Walsertal bis 19. September Veranstaltungen angeboten, die mit der landschaftlichen, geschichtlichen und kulturellen Eigenart des Tals harmonieren sollen.

Die ersten Veranstaltungen am Wochenende wie etwa ein Jodel-Workshop oder der Auftritt von Baroness Lips von Lipstrill haben bereits für entsprechendes Echo gesorgt. Auf die Fortsetzung des Festivals darf man gespannt sein: Am Dienstag wird im Walserzelt erneut gejodelt, bevor am Mittwoch eine Dialektlesung auf dem Programm steht.

Teil des Walserherbsts ist auch die Eröffnung des Lawinenlehrpfades und des Lawinendokumentationszentrums in Blons. Am 10. und 11. Jänner 1954 gingen im Großen Walsertal 29 Lawinen zu Tal, 80 Personen fanden den Tod, allein 57 in der Gemeinde Blons.

Am 6. September erfolgt mit „Hirtenreise ins dritte Jahrtausend“ der Startschuss zu den Walser Filmtagen. Weitere Filme, die gezeigt werden, sind etwa „Zeit der Männer, Zeit der Frauen“ der Regisseurin Moufida Tlatli, der indische Streifen „Uttara“ oder auch „Vollgas“ von Sabine Derflinger, die selbst in St. Gerold anwesend sein wird. Die lange Museumnacht im Großen Walsertal wird am 18. September stattfinden und das Heimatmuseum in Sonntag sowie das Puppenmuseum in Blons betreffen. Die Abschlussveranstaltung des „Walserherbst“ bildet tags darauf das Konzert „Homma nit“ („Haben wir nicht“), bei dem die Kärntner Liedermacherin Barbara Stromberger mit Musikanten aus Afrika auftritt.

Das Große Walsertal gehört seit dem Jahr 2000 als einer von 400 Biosphärenparks der UNESCO zum „weltumspannenden Netz von Modellregionen für nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise“. Die Vorfahren der heute 3.500 Einwohner des Tals (sechs Gemeinden auf 192 Quadratkilometer) stammen aus dem schweizerischen Wallis, von wo sie im 13. und 14. Jahrhundert eingewandert sind. Ein besonderes Merkmal der Walser ist ihre Mundart.

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