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„Sport ist meine Passion“

Jürgen Reis kann auf eine tolle Saison zurückblicken.
Jürgen Reis kann auf eine tolle Saison zurückblicken. ©jürgenreis.com

Dornbirn. Mit dem dritten Gesamtplatz beim diesjährigen Austria Cup geht auch für Sportkletterer Jürgen Reis die Saison langsam zu Ende. Für die Zukunft hat der Dornbirner aber noch große Ziele.

„VN“-Heimat: Wie hoch ist der dritte Gesamtplatz beim Austria Cup einzuschätzen?

Reis: Grundsätzlich bin ich mit dem Verlauf der Wettkämpfe zufrieden und die Rangliste geht für mich o.k. Der Zweitplatzierte Jakob Schubert ist mit der Weltrang-Platzierung neun der österreichische Teamkapitän und Sieger Max Rudigier ist für die Zukunft ein ganz heißes Eisen. Mit Rang drei konnte ich mich aber noch vor dem letztjährigen Staatsmeister platzieren. Unter den Top drei in Österreich zu sein, ist auf alle Fälle ein tolles Ergebnis.

„VN“-Heimat: Wie verlief dein sportliches Jahr 2009 aus deiner Sicht?

Reis: Im Weltcup konnte ich leider nie die richtigen Läufe erwischen und es lief nicht nach meinen Wünschen. Ich kam eigentlich nie so richtig in Fahrt. Besser erging es mir bei den nationalen Wettkämpfen, wo ich mich stets in den Finales platzieren konnte.

„VN“-Heimat: Wie geht es weiter?

Reis: Ich bereite mich derzeit auf den letzten Weltcupbewerb Mitte November in Slowenien vor. Danach ist die Saison vorbei und ich werde noch eine Trainingswoche einschieben, bevor ich Ende November nach Los Angeles fliege, wo ich von einem Sponsor eingeladen bin. Die Termine für das kommende Jahr sind zwar noch nicht fixiert, aber ich werde wieder national und international voll im Wettkampfgeschehen mitmischen.

„VN“-Heimat: Als Sportprofi bist du mit 33 Jahren in einem gehobenen Alter. Wie lange kannst und willst du deinen Sport noch machen?

Reis: Ich fühle mich derzeit, trotz meiner mittlerweile 33 Jahre, so fit wie nie zuvor und wenn ich mich auf der Wettkampfbühne umsehe, sind viele Kletterer dabei, die schon über 40 und noch immer Weltklasse sind. Und solange ich Spaß habe und gesund bin, werde ich natürlich auch weiterklettern. Aber auch danach werde ich in irgendeiner Form im Leistungssport bleiben. Berufssport wird ein Leben lang meine Passion bleiben.

„VN“-Heimat: Sportklettern ist kein Beruf, bei dem man viel Geld verdienen kann – kannst du trotzdem gut davon leben?

Reis: Ich kann in der Zwischenzeit sehr gut davon leben, da ich auch nebenbei viele Projekte mache und so meine Erfahrungen weitergeben kann. Auslöser dazu war eine Verletzung an der Hand im Jahr 2003 – von da an konnte ich neben meinen Büchern auch viele andere Sachen machen. Ich habe die Möglichkeit bekommen, vieles weiterzugeben und das mache ich gerne.

„VN“-Heimat: Du bist auch erfolgreicher Buchautor – gibt es neuen Lesestoff von dir?

Reis: Ab Ende Jänner 2010 gibt es ein neues Buch. In „Power-Quest 2“ geht es wieder viel um Kraftsport und das Buch liefert wiederum zahlreiche Antworten für den Kraft- und Fitnesssportler. Es ist inzwischen das fünfte Buch einer sehr erfolgreichen Serie, in der auch schon das sechste Buch in Planung ist.

„VN“-Heimat: Deine sportlichen und persönlichen Pläne für die Zukunft?

Reis: Mir gefällt es, große Ziele zu haben und daher will ich mich auch in Zukunft immer voll fordern. Dabei werde ich natürlich als Sportprofi weitermachen und mich weiterhin all meinen Projekten voll und ganz widmen. Ich möchte einmal sagen können, ich hab fast alles umgesetzt und erreicht, was ich mir vorgenommen habe.

Zur Person:

Jürgen Reis

Geboren: am 13. August 1976 in Feldkirch

Beruf: Kletterprofi, Buchautor

Familie: ledig

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