AA

„Sicherheit geht vor“

Lech/Zürs -  Schwer wiegen die Vorwürfe von Teilnehmern und Besuchern des Weissen Ring Rennens in Lech/Zürs. Der Sieger Markus Weisskopf sowie der Olympiasieger Patrick Ortlieb sollen bei dem beliebten Rennen vergangenen Sonntag Tore ausgelassen und damit an Zeit gewonnen haben.

„Streckenrekord, Sieg, Preis, Anerkennung – für was? Für illegale Abkürzungen, für Betrug, für unfaires Verhalten? Das ist schwerer Betrug gegenüber allen anderen Fahrern, die versucht haben die Strecke laut Reglement zu fahren und genau so viel riskiert haben“, schreibt Der User Superfelix40 im Vol Forum.

„Ich bin bei einigen Toren innen vorbei gefahren, aber das geschah nur aus Sicherheitsgründen“, erklärt der St Antoner Markus Weisskopf auf VOL Live Anfrage. Er hätte damit keine Zeit herausholen wollen, sondern wollte einen Zusammenstoß mit seinen Konkurrenten vermeiden. „Ich bin mir sicher, dass auch meine Mitfahrer Tore ausgelassen haben. Die Tore stehen so weit auf der Seite, dass man sie bei einer Geschwindigkeit von 100kmh zum Teil nicht sehen kann oder zu spät sieht“, sagt Weisskopf. Diese Meinung teilt auch der Olympiasieger Patrick Ortlieb: „Es gibt vorher keine Streckenbesichtigung.  Der Zuschauer sieht das vielleicht nicht, aber die 50 mal 50cm großen blauen Torflaken sind bei der hohen Geschwindigkeit und den schlechten Lichtverhältnissen oft nur schwer zu erkennen.“ Aus seiner Erfahrung als Profisportler wisse Ortlieb wie schmerzhaft Verletzungen seien, daher habe er auch lieber Tore ausgelassen, als sich der Gefahr auszusetzen bei einem abrupten Richtungswechsel einen Unfall zu verursachen: „Dies geschah jedoch nicht vorsätzlich!“

„Ich habe gewonnen, weil ich viel trainiert habe, konditionell gut drauf war und beim Lift Glück hatte“, erläutert Markus Weisskopf seinen Sieg. Er wünsche sich, dass man im nächsten Jahr die Strecke besichtigen dürfe, damit alle Zweifel ausgeräumt werden. Er werde auf jeden Fall wieder mit machen, denn es mache viel Spaß „auf der Strecke endlich gut Gas geben zu dürfen“.

Ob Patrick Ortlieb 2011 wieder mit fahren wird ist noch unsicher. Er ist sauer darüber, dass über ein Rennen, das einfach nur Spaß machen soll so diskutiert wird: „Ich soll bei dem Rennen jagen, aber wenn ich plötzlich zum Gejagten werde, dann sollen sie sich einen anderen suchen“, stellt Ortlieb fest. Er hofft, dass in Zukunft genau überlegt werde, wo die Tore gesetzt werden. „Ich möchte klarstellen, dass ich kein Tor vorsätzlich ausgelassen habe. Sollte es jemand anders sehen, möchte ich mich dafür entschuldigen“, so der Olympiasieger.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Lech
  • „Sicherheit geht vor“
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen