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„Musik gibt mir Energie“

Feldkirch – Beim Thema Kuba gerät der Vorarlberger, der unter anderem an den Universitäten in Wien und Sarajewo unterrichtet, sogar ein wenig ins Schwärmen. Bereits in den späten 1980er-Jahren hatte es ihn einmal dorthin verschlagen.

Als junger Gitarrist absolvierte er in Havanna äußerst erfolgreich einen großen Wettbewerb, wurde Dritter, saugte während des Aufenthaltes die „traumhafte Stimmung“ auf und bekennt noch heute, dass er später nie mehr so fröhliche Menschen kennengelernt hat. Dass die Lebensverhältnisse nicht sonderlich waren, habe er keineswegs übersehen, aber es habe sich ein Bild der Lebensfreude in ihm festgesetzt, das er sich gerne bewahrt. Wenn er Werke von Leo Brouwer spielt, wie nun beim Feldkirch-Festival, dürfte es wieder schärfere Konturen bekommen.

Aufwärtstrend

Heutzutage sitzt er bei Wettbewerben gelegentlich auf der anderen Seite, ist Jurymitglied wie zuletzt bei einem Auswahlverfahren in Sarajewo. Das Niveau der Gitarristen sei generell kontinuierlich gestiegen, hält er zufrieden fest. Als Professor von gut zehn Studenten in Wien und ebenso vielen in Sarajewo ist er selbst am Aufwärtstrend beteiligt. Zurückblickend habe er die Entscheidung, sich aktiv am Musikleben zu beteiligen, nie infrage gestellt. Das Instrument hatte ihn interessiert, nach einem kurzen Abstecher zur E-Gitarre war es dann immer nur noch die klassische Gitarre, die er spielen wollte.

Eine Alternative zu diesem Berufswunsch habe es nie gegeben, dass man viel Sitzfleisch braucht, wenn man etwas erreichen will, war ihm klar. Die Eltern hatten sich nicht in den Weg gestellt, sondern den Sohn unterstützt, der bei Georg Gaupp-Berghausen am Konservatorium in Bregenz Kenntnisse erwarb und bei Konrad Ragossnig an der Hochschule in Wien den Abschluss machte. Seit der Studienzeit hat er nun in Wien einen fixen Wohnsitz, ist verheiratet und teilt sich die Auftritte so ein, dass für die Vaterpflichten durchaus Zeit bleibt. Zwang wird keiner ausgeübt, dass nur einer von zwei Söhnen nun selbst Gitarre spielt, sei überhaupt kein Thema. „Ich habe immer üben wollen, wenn es jemand nur mit Widerwillen tut, hat es ohnehin keinen Sinn.“

Gut strukturiert

Swete ist neben seiner Lehrtätigkeit als Solist unterwegs, hat zahlreiche CDs produziert, spielt mit namhaften Orchestern oder in Ensembles wie dem bekannten Trio Swete-Bertel-Sepec. Viel klassische Literatur zählt zum Repertoire und selbstverständlich auch lateinamerikanische Musik oder neue Kompositionen. In der nächsten Saison hat er einen Auftritt in der Royal Festival Hall in London, in der er ein Stück des Vorarlbergers Michael Neunteufel zum Besten geben wird.

Zwischen den Auftritten in Feldkirch stehen Auftritte in Kiew an. Kein stressfreies Leben, würde man meinen, aber Swete winkt ab. Die Musik selbst gebe ihm Energie und zudem habe er sein Leben gut strukturiert. Einige Wochen im Sommer gehören der Familie, da fährt er ohne ein Instrument im Gepäck ans Meer, und wenn es das Engagement zulässt, sind Ehefrau Ulrike und die Söhne Valentin und Frederik dabei. So wie zuletzt während einer Konzertserie in Miami.

Konzert mit Alexander Swete im Rahmen des Feldkirch-Festivals am 28. Mai und 3. Juni, 19.30 Uhr im Montforthaus Feldkirch

Zur Person
Alexander Swete Geboren: 1964 in Bregenz
Ausbildung: Studium am Landeskonservatorium Bregenz und an der Wiener Musikhochschule
Laufbahn: weltweite Konzert­tätigkeit, Auftritte bei Festivals etc., unterrichtet an den Musikuniversitäten in Wien und Sarajewo
Familie: verheiratet mit Ulrike, Söhne Valentin und Frederik
Wohnort: Wien

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