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„K.-o.-Engel“ betäubten Raubopfer

Mit Schlaftabletten setzten drei Damen ihren gemeinsamen Bekannten außer Gefecht. Danach gingen sie mit den erbeuteten 1400 Euro kräftig einkaufen. Zwei der drei Ganovinnen wurden bereits vor Jahren verurteilt, nun stand die Dritte vor Gericht.

Der ganze Vorfall liegt bereits sechs Jahre zurück. Zum einen war das Trio nicht sofort auffindbar, zum anderen war eine der Gaunerinnen zeitweise geistig nicht in der Lage, einer Verhandlung zu folgen.

Schlussendlich fassten die 25-Jährige und ihre 34-jährige Komplizin zehn und 16 Monate bedingte Haft aus. Der jungen Serbin, der Dritten im Bunde, gelang es bis vor kurzem in Wien unterzutauchen. Als sie bei einer Kontrolle zufällig geschnappt wurde, nahm man die Küchengehilfin sofort in U-Haft.

Die Idee, ihrem gemeinsamen Bekannten unauffällig ein Schäferstündchen aufzuzwingen, kam dem Trio in einem Bregenzer Lokal. „Wir haben nur gesoffen, plötzlich hatte Anita diese Idee“, erinnerte sich heute die Angeklagte. Man besorgte sich Schlaftabletten, zerkleinerte sie in der Knoblauchpresse zu Pulver und rührte sie in das Teeglas des Raubopfers. In seiner eigenen Wohnung nahm der Mann den Schlaftrunk der „K.-o.-Engel“ zu sich und schlief friedlich ein. Danach fehlten ihm die 1400 Euro, die er noch zuvor in der Hosentasche hatte.

Große Shopping-Tour

Was den Raubvorwurf anbelangt, gelang es der Beschuldigten, ihren Kopf gerade noch aus der Schlinge zu ziehen. Ein Freispruch wurde es dennoch nicht. Schließlich hatte die dreifache Mutter ebenfalls fleißig mit der Diebsbeute im Messepark eingekauft. Sie erstand ein Kleid, ihre Freundinnen legten Unmengen trendiger Klamotten in den Einkaufswagen. Auch einen Radio leistete man sich. Doch die Gendarmerie kam den kauffreudigen Damen bald auf die Schliche. Verurteilt wurden sie jedoch erst Jahre später. Das Urteil – acht Monate bedingt wegen Hehlerei – ist rechtskräftig.

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