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„Gigi“ fehlte

Als Zuschauer erlebte der Bregenzerwälder Snowboarder Christian „Gigi“ Rüf das 13. NOKIA Air & Style Snowboard-Festival im Münchner Olympiastadion.

Gerne wäre Christian „Gigi“ Rüf am Samstag auch über den riesigen Kicker des diesjährigen Air & Style Festivals im Münchner Olympiastadion gesprungen. Das es nicht geklappt hat hat mehrere Gründe. Im Neue Interview spricht der 24-jährige Bregenzerwälder über das riesige Snowboard Festival, das tägliche Leben als Snowboarder und Verletzungen.

NEUE: Das Air&Style Festival hat in München bereits zum 13. Mal stattgefunden. Wieso warst du denn nicht mit dabei?

Christian Rüf (24): Ich habe schon das letztjährige Air&Style wegen einer schweren Knieverletzung verpasst und konnte praktisch das ganze Jahr nicht fahren. Das war echt hart. Dennoch habe ich bei den Verantwortlichen des Festivals angefragt ob ich denn nicht auch die Qualifi kation fahren könnte. Leider waren die drei Quotenplätze, die an Österreich vergeben werden, damals schon alle fi xiert. Trotzdem wäre ich verrückt gerne in München gesprungen.

NEUE: Insgesamt dreimal hast du schon als aktiver Rider am Air&Style teilgenommen. Kann man dieses Gefühl an einem solchen

Mega-Event teilzunehmen beschreiben?

Das schwierige an der ganzen Sache ist, dass der Bewerb direkt am Saisonbeginn stattfindet. Außerdem werden die Schanzen und die Sprünge in jedem Jahr extremer. Vor allem bei den ersten paar Sprüngen hat man schon ein mulmiges Gefühl. Danach willst du als Fahrer dem Publikum einfach eine super Show bieten.

NEUE: Du hast gerade die Schanzen und die Sprünge angedeutet. Auch die Zuschauer er warten für ihr Eintrittsgeld immer wieder neue Tricks. Wie gehst du mit dem Druck um? Ist das Risiko kalkulierbar?

Es ist nicht so, das wir Snowboarder zu einem Contest fahren und dort gerade springen was uns einfällt. Die Vorbereitung auf ein Event wie z. B. das Air & Style dauert einige Wochen, wenn nicht sogar Monate. Das größte Risiko für den Fahrer ist eigentlich der Weg vom Startbalken bis zur Rampe. Dann läuft alles wie im Traum ab.

NEUE: Dennoch, eine gute Show ist das wichtigste.

Auf alle Fälle! Darum pushen wir Fahrer uns auch immer gegenseitig. Schließlich will keiner als „Weichei“ dastehen und einen 0815-Sprung zeigen.

NEUE: Du verdienst deinen Lebensunterhalt mit dem Snowboarden. Was machst du, wenn du gerade mal nicht an einem Wettkampf teilnimmst?

Für meine Sponsoren (Burton, Volcom, Nixon) habe ich in den letzten Jahren zirka in zehn Snowboardfi lmen mitgewirkt. Auch sonst bin ich öfters für meine Sponsoren unterwegs.

NEUE: Gerade bei diesen Filmen kommt es aber auch auf den Style und die Performance an?

Das ist oft anstrengend denn ich muss den ganzen Drehtag über voll bei der Sache sein. Natürlich versucht man auch im Video wieder neue und vor allem extravagante Sprünge zu zeigen.

NEUE: Ganz allgemein – was sind deine Ziele bzw. was möchtest du als Snowboarder noch alles erreichen?

Demnächst werde ich in einem neuen Volcom-Film mitwirken und dann will ich beim kommenden Air &Style auf alle Fälle wieder als aktiver Fahrer mit dabei sein. Das wichtigste ist allerdings das ich snowboarden kann und meinen Traum so weiterlebe wie bisher.

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