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„Ein Traum ging in Erfüllung“: ehemalige Zwangsarbeiter zu Besuch im Ländle.

Ukrainische Delegation in Dornbirn
Ukrainische Delegation in Dornbirn
„Mühlebündt! Mit diesem Ausruf weckte mich der Wachmann im Lager morgens um vier Uhr zur Arbeit“, erinnert sich die ehemalige Zwangsarbei­terin Nina Makeieva. Sie wollte ihren früheren Arbeitsplatz sehen, aber ihre Angaben klangen widersprüchlich.

Wo genau hatte sie gearbeitet? Das Wort „Mühlebündt“ brachte Klarheit. Der Arbeitsplatz der damals 14-Jährigen war die Spinnerei Mühlebündt von Herrburger & Rhomberg. Nina Makeieva und Nikolaj Skrypnik aus Rovenki kamen auf Einladung der Stadt Dornbirn und der Vorarlberger Landesregierung hierher. Zwei Ländle-Besucher Im Zuge eines Forschungsprojektes für den Zukunftsfonds über ukrainische Zwangsarbeiter hatten viele der von Margarethe Ruff und Werner Bundschuh Befragten den Wunsch geäußert, Vorarlberg noch einmal sehen zu dürfen. Gekommen sind schließlich nur noch zwei, begleitet von Vizebürgermeister Vladimir Glushchenko und Stadtamtsdirektorin Elena Ushakova. Ein von Stadtarchivar Werner Matt bestens vorbereitetes Besichtigungsprogramm erwartete die Gäste. Bürgermeister Wolfgang Rümmele übergab der Delegation einen Scheck über 10.000 Euro. Den nicht reisefähigen Zwangsarbeitern, ca. 30 Personen, wird die eine Hälfte des Betrages zur Verfügung gestellt, die andere ist für ein soziales Projekt vorgesehen. Als Nikolaj Skrypnik die Silvretta-Staumauer sah, konnte er seine Tränen nicht mehr unterdrücken: Hierher war er vor über 60 Jahren zur Zwangsarbeit verschleppt worden, und nun erklärte er seiner Tochter Olga als „Ehrengast“ der Vorarlberger Illwerke AG die Umstände, unter denen er damals geschuftet hatte. Traum erfüllt sich Im Landhaus wurde die Delegation von LR Greti Schmid und LR Manfred Rein sehr herzlich empfangen. Vom Ländle waren die Gäste restlos begeistert: „Ein Traum hat sich erfüllt, jede Minute, die wir hier verbrachten, bleibt unvergesslich in unseren Herzen“, hieß es beim geselligen Abschlussabend. Vizebürgermeister Glushchenko betonte, dass er sich über eine künftige Zusammenarbeit auf kultureller Ebene freue. Und Nina Makeieva erklärte: „Ich wollte sehen, wie die Menschen in Dornbirn jetzt leben und ich habe gesehen, dass sie gut leben, so wie Menschen eben leben sollten. Das wollte ich meiner Enkelin zeigen, damit sie dafür Sorge trägt, dass ih­re Zukunft eine bessere wird als ich sie erlebt habe.“

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