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„Der Siebte Himmel in Vierteln“

„Der siebte Himmel in Vierteln“, eine schräge Operette von Franzobel und Max Nagl, hatte im Rahmen von „Kunst aus der Zeit“ am Samstag bei den Bregenzer Festspielen Premiere.

Inszenierung und Besetzung waren dieselbe wie bei der Uraufführung im Wiener MuseumsQuartier im April. Für Komposition, Musik Ensemble, Sänger und Bühnenbild gab es kräftigen Applaus.

Der „Präpräsident“ von Tübsdrüüh liebt seinen Hund mehr als seine Staatsgeschäfte. Sein Vater, der dicke Diktator, ist darüber todunglücklich, schläft im Militärzelt und hat eine Umweltaktivistin zur Freundin. Die „Präpräsidentengattin“, ein schrilles Opfer des Schönheitswahns, ist ebenfalls unglücklich und kokettiert mit dem „Präpräsidenten“-Sekretär, der – was keiner weiß – ein „Schläfer“ ist und den Auftrag hat, die ganze Gesellschaft in die Luft zu jagen.

Franzobel und Max Nagl persiflieren Operette, wobei Franzobels Libretto beim Bregenzer Festspielpublikum nicht auf uneingeschränkte Begeisterung stieß. Großen Anklang fand dagegen Nagls mit Anspielungen und Zitaten von Operettenseligkeit gespickte Komposition und die großartige Darbietung durch das Ensemble „die reihe“ unter Leitung von Alexander Drcar. Viel Applaus gab es auch für die Darsteller: Mark Hamman, als stimmgewaltiger „Präpräsident“ Elmar, die grandiosen Priti Coles als liebeshungrige Präpräsidentengattin Nancy und Bea Robein als Jaqulin die Freundin des Diktators, Dariusz Niemerowicz als Diktator George und den in Stimme und Körpersprache sehr gelenkigen Martin Busen als Sekretär Kalafati.

Obwohl Darsteller und Musik Ensemble hervorragende Leistungen boten, geriet der Abend vor allem im zweiten Teil etwas langatmig (Regie: Michael Scheidl, Ausstattung: Nora Scheidl, Choreographie: Christine Rothacker), bis bei der Silvesterparty doch noch die Bombe hochgeht und sich alle im siebten Himmel wieder finden.

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