Zwei Verletzte bei Unfall nach Windböe im Burgenland

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Durch das stürmische Wetter mussten die Feuerwehren zu 20 Einsätzen ausrücken.
Durch das stürmische Wetter mussten die Feuerwehren zu 20 Einsätzen ausrücken. - © VN
Im Nordburgenland haben die Feuerwehren am Donnerstagabend aufgrund des stürmischen Wetters zu 20 Einsätzen ausrücken müssen. Der Sturm, der nach Angaben der Landessicherheitszentrale (LSZ) im Bezirk Neusiedl am See knapp über 100 km/h erreichte, forderte zwei Verletzte: Im Bezirk Eisenstadt-Umgebung kam ein Klein-Lkw von der B50 ab.

Zu dem Unfall kam es laut Feuerwehr gegen 18.00 Uhr zwischen Purbach und Breitenbrunn. Nachdem vermutlich eine Windböe das Fahrzeug erfasst hatte, stürzte es über einen Begleitweg und blieb schließlich in einem Weingarten stehen. Der Fahrer sowie der Beifahrer wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus nach Eisenstadt gebracht. Den Lenker musste die Feuerwehr aus dem Klein-Lkw befreien.

Einsatzkräfte beseitigten außerdem vereinzelt umgestürzte Bäume. Auch einige Plakatwände wurden vom Sturm umgeworfen. Im Bezirk Neusiedl am See kippte der heftige Wind einen Carport, in Schützen am Gebirge wurde ein Haus abgedeckt.

Am Neusiedler See musste die Feuerwehr mit zwei Booten ausrücken, nachdem offenbar wieder einmal Unbelehrbare die Sturmwarnung ignoriert hatten. Schon zwischen 14.00 und 15.00 Uhr, nachdem die Windgeschwindigkeit 60 km/h überschritten hatte, sei die Warnung aktiviert worden, hieß es von der LSZ. Dabei werden von der rund um den See installierten Sturmwarnanlage 90 mal pro Minute Blinksignale gegeben. Die Rettungseinsätze hätten aber erst nach 17.00 Uhr – somit mehr als zwei Stunden nach der Aktivierung der Sturmwarnung – stattgefunden.

Die Wiener Berufsfeuerwehr rückte zu rund 100 Einsätzen aus. In der Leopoldstadt wurden vier Kinder leicht verletzt, als eine Glaswand umstürzte. Die Wiener Berufsrettung brachte eine Fünfjährige vorsichtshalber ins Krankenhaus, sagte Sprecherin Claudia Gigler.

Gegen 16.30 Uhr stürzte die Glaswand um, die offenbar als Dekorationsgegenstand im Eingangsbereich einer Billa-Filliale in der Heinestraße stand, und zerbarst. Vier Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren hielten sich dort auf. Drei erlitten oberflächliche Schürfwunden und wurden von Rettungskräften mit Pflastern versorgt und den Eltern übergeben. Die Fünfjährige zog sich ein Hämatom am Kopf sowie leichte Schürfwunden zu und wurde zur Abklärung ins Spital gebracht.

Allein im Bezirk Baden in Niederösterreich gab es indes knapp 60 Feuerwehreinsätze in etwa 20 Gemeinden bis in die Abendstunden. Auf dem Flugplatz Vöslau-Kottingbrunn wurden laut dem Bezirkskommando Windspitzen von 114 km/h gemessen. In Baden rissen heftige Böen zwei Kamine um.

Im Bezirk Mödling wurde die FF Maria Enzersdorf am späten Nachmittag zu einem technischen Einsatz alarmiert. Ein Veranstaltungszelt auf dem Freizeitgelände Südstadt war stark beschädigt worden. Es habe die Gefahr gedroht, dass diverse Bauteile verweht würden. Das Zelt wurde zunächst gesichert, um im Anschluss die Zeltplanen gefahrlos demontieren zu können, teilte die Feuerwehr mit.

Ebenfalls im Ortsteil Südstadt musste ein Baum entfernt werden, der auf ein Hausdach gestürzt war. Mehrere Einsätze meldete auch die FF Wiener Neudorf. Umgestürzte Verkehrsschilder, Bauzäune sowie Bäume seien die Gründe gewesen.

Im Südwesten der Slowakei forderte der Sturm unterdessen ein Todesopfer. Auf einer Baustelle im Dorf Hul in der Region Nitra (Neutra) brachte der starke Wind am Donnerstagabend eine Begrenzungsmauer zum Einsturz. Wie eine Feuerwehrsprecherin der Nachrichtenagentur TASR bestätigte, kippte die Mauer auf einen zufällig dahinter stehenden 17-Jährigen.

Der junge Mann konnte noch lebend geborgen werden, starb aber im Krankenhaus. In mehreren Gemeinden der Westslowakei musste die Feuerwehr ausrücken, weil umgestürzte Bäume parkende Autos beschädigten und Straßen blockierten. Der Wetterdienst meldete Windgeschwindigkeiten bis 120 Stundenkilometer.

(APA)

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