Zverev besiegte Federer im Montreal-Finale klar 6:3,6:4

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Zverev brillierte mit ultraschnellen Aufschlägen und Grundlinienbällen
Zverev brillierte mit ultraschnellen Aufschlägen und Grundlinienbällen - © APA (AFP/Getty)
Der Deutsche Alexander Zverev hat Dominic Thiem den Status als beste Zukunftsaktie im Herren-Tennis derzeit klar abgelaufen. Der 20-Jährige gewann am Sonntag im Finale von Montreal gegen den Schweizer Roger Federer 6:3,6:4 und damit sein heuer und insgesamt zweites Masters-1000-Turnier. Damit rückte er in der Weltrangliste auf Platz sieben und im “Race” auf drei vor, jeweils einen Rang vor Thiem.

Zwei Wochen vor den US Open hat sich Zverev damit auch noch stärker in den Favoritenkreis für das vierte Grand-Slam-Turnier des Jahres gespielt. Bei Majors hat er noch Nachholbedarf, vor einem Monat in Wimbledon ist er erstmals auf dieser Ebene in ein Achtelfinale gekommen. Seither ist er noch unbesiegt, hatte er doch in der Woche vor Montreal auch das 500er-Turnier in Washington gewonnen.

Von Zverevs aggressiver Leistung im Montreal-Finale war sogar der ihm unterlegene Federer beeindruckt. Der 19-fache Gewinner von Grand-Slam-Turnieren musste dem Hamburger nach 68 Minuten gratulieren. Der Weltranglisten-Dritte lobte Zverev danach für dessen “beeindruckende Form”. “Ich habe versucht, so aggressiv wie möglich zu spielen”, sagte Zverev. “Es hat heute ganz gut funktioniert.”

Zverev fügte Federer dessen erst dritte Saisonniederlage zu. Er ist mit 20 Jahren knapp dreieinhalb Jahre jünger als Thiem und hält bei insgesamt sechs Turniersiegen bzw. heuer bei bereits fünf. Nur Federer hat das 2017 schon erreicht. Auf Montpellier im Februar folgte im Mai München und der 1000er-Titel in Rom sowie eben im August Washington und Montreal. Diese Woche spielt er in Cincinnati als Nummer vier um den Titel-Hattrick.

Bei heuer sechs Final-Teilnahmen war es Federers erste Niederlage, womit Zverev auch die Revanche für das verlorene Endspiel im Juni auf Rasen in Halle gelang. Dort hatte der Eidgenosse Zverev im Duell der Generationen mit 6:1,6:3 eine Lektion erteilt. “Dieser Sieg über Roger ist für mich ganz speziell, da er immer mein Idol war”, betonte Zverev. “Den größten Spieler aller Zeiten in einem Finale zu besiegen, ist beeindruckend.

(APA/ag.)

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