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Zusätzliche Impulse für die duale Ausbildung

Pädagogische Tagung der Vorarlberger Berufsschulen in Bludenz. Pädagogische Tagung der Vorarlberger Berufsschulen in Bludenz. - © VLK
Bludenz – Als Bundesland mit der höchsten Lehrlingsquote nimmt Vorarlberg in der dualen Berufsausbildung seit Jahren eine Vorreiterrolle ein.

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“Die praxisorientierte Ausbildung kommt Jugendlichen mit sehr unterschiedlichen Begabungen und Bedürfnissen entgegen und ermöglicht den Unternehmen, jene qualifizierten Fachkräfte heranzubilden, die so dringend gebraucht werden”, sagte Landesrat Siegi Stemer anlässlich der Pädagogischen Tagung für Berufsschullehrkräfte und Lehrlingsausbildende am Freitag, 5. Oktober 2012, an der Landesberufsschule Bludenz.

Diese Veranstaltung sei ein hervorragendes Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer und Berufsschulen in Vorarlberg, betonte Stemer. Thematische Schwerpunkte von Vorträgen und Diskussionen waren der Paradigmenwechsel hin zur kompetenzorientierten Ausbildung in Berufsschule und Lehrbetrieb, die Frage, welche Beiträge zur Initiative “Vorarlberg bewegt” im Rahmen der dualen Berufsausbildung möglich sind, sowie die Umsetzungsmöglichkeiten von kompetenzorientierten Lehr- und Ausbildungsplänen.

Andreas Müller vom Institut Beatenberg in der Schweiz erläuterte in seinem Referat die zunehmende Bedeutung des kompetenzorientierten Unterrichts. Die Leitidee: Weg von der reinen Wissensvermittlung hin zur nachweislichen Handlungsfähigkeit, das heißt Lösen von Problemen. “Wissen muss in Können münden und in Handlungen sichtbar werden”, so Müller.

Die Bewegungsförderung im Schulalltag soll im Sinne der Nachhaltigkeit – beginnend mit Bewegungskindergarten und bewegter Volksschule – nun auch in den Berufsschulen verstärkt werden. Schul- und Sportlandesrat Stemer und der ehemalige Spitzensportler Marc Girardelli führten verschiedene Möglichkeiten zu regelmäßiger Bewegung in Schule und Betrieb aus. Nur gesunde Lehrlinge bringen eine entsprechende Leistung in Schule und Beruf, so die Überzeugung der beiden Vortragenden.

Der Tiroler Landesschulinspektor Roland Teißl kam nochmals auf den Begriff “kompetenzorientiert” zu sprechen, diesmal im Hinblick auf Lehr- und Ausbildungspläne. Kompetenz- und lernergebnisorientierte Lehrpläne seien neben den Bildungsstandards ein wichtiges Element für die schulische Qualitätssicherung. “Waren die alten Lehrpläne stark Input-betont, so sind die neuen mehr am Outcome interessiert”, erklärte Teißl. Es gehe dabei um lernergebnis- und kompetenzorientierte Lehrpläne mit Rahmencharakter, die die Stundentafel, das allgemeine Bildungsziel, die didaktischen Grundsätze sowie die Bildungs- und Lehraufgabe und den Lehrstoff für die einzelnen Unterrichtsgegenstände enthalten.

(VLK)

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