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5. September 2011 09:02; Akt.: 5.09.2011 09:16

Zur Energie auch Natur und Kultur

Das Kraftwerk Walkerbach wurde 1929 errichtet. Die Turbine von damals tut auch heute noch ihren Dienst. Das Kraftwerk Walkerbach wurde 1929 errichtet. Die Turbine von damals tut auch heute noch ihren Dienst. - © VOL.at/Roland Paulitsch
von Marlies Mohr - Warth (VN) -  Es war kein Sonntagsspaziergang durch die Energiemodellregion Warth-Lech. Schon eher eine zünftige Tour. Dafür bot die letzte vkw-Kraftwerkswanderung dieser Saison alles: Energie, Natur und Kultur.

Die Aussicht auf eine Wanderung durch das landschaftlich wunderschöne Auenfeld hinüber nach Lech lockte 130 Bergfreunde an. Zur Einstimmung gab es die Möglichkeit, die E-Mobiliät mittels entsprechender Gefährte zu testen. Was von Kindern wie Erwachsenen gleichermaßen ausgiebig genützt wurde. „A kläle schneall wars“, meinte Ruth, die sich am E-Bike versuchte. Annika dagegen wusste schon gekonnt mit dem Segway umzugehen.

Per E-Mobil in die Berge

Dann ging sie los, die fast sechsstündige Entdeckungstour. Vorbei an der Bregenzerach, wo der mitunter reißende Fluss noch ein harmloser Bach ist, hinauf zum Auenfeldsattel, wo sich die europäische Wasserscheide befindet, und weiter nach Bürstegg, zur höchstgelegenen Walsersiedlung. Der Lecher Bürgermeister Ludwig Muxel, der die Strecke auf 1716 Meter Seehöhe mit dem E-Mobil bewältigte, gab einen kurzen Exkurs durch die Geschichte dieses auf wenige noch erhaltene Gebäude geschrumpften Kleinods. Und er berichtete nicht ohne Stolz vom Erfolg der Biomasseheizwerk-Idee.

Über 80 Prozent der Lecher Haushalte werden inzwischen versorgt. Das spare 8,9 Mill. Liter Öl im Jahr, sagte Muxel. Der außerdem noch betonte, dass zum Heizen kein russisches Holz verwendet werde. Froh darum, den eigenen Bedarf überhaupt decken zu können, waren jene Bauern, die 1929 das Kleinkraftwerk Walkerbach errichteten. Als zu Beginn der Elektrifizierung jeder Strom wollte, mussten sogar Benutzerpläne erstellt werden. Heute ist Walkerbach mit einer Jahresleistung von 400.000 Kilowatt eines der kleinsten vkw-Kraftwerke, das aber immerhin 100 Haushalte versorgen kann. Gut versorgt fühlen sich offenbar auch die Energie-Interessierten. „Es ist toll gelaufen. Der enorme Zuspruch freut uns sehr“, bilanzierte Mag. Markus Beer zufrieden.


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