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Vorarlberg/Vandans: Zehn Jahre Haft für versuchten Mord

Die Geschworenen sind sich sicher: Der 27-Jährige wollte seinen Kontrahenten mit dem Messer töten.
Die Geschworenen sind sich sicher: Der 27-Jährige wollte seinen Kontrahenten mit dem Messer töten. ©VN/Hartinger; VOL.AT/Eckert
Die Geschworenen am Schwurgerichtshof sind davon überzeugt, dass ein 27-jähriger Pakistaner seinen Kontrahenten mit dem Messer töten wollte.

Mordversuch, absichtlich schwere Körperverletzung oder nur schwere Körperverletzung? Dazu Möglichkeiten der Notwehr, vermeintlicher Notwehr, Überschreitung – eine Menge Fragen für die Laienrichter. Dennoch entschieden sich sechs der acht Laienrichter für die Antwort: Es war Mordversuch. Die Strafe siedelte der Schwurgerichtshof auf Grund der Unbescholtenheit bei der untersten Grenze von zehn Jahren an. Eine lange Zeit für den Pakistaner.

Unverständlich

Bis zum Schluss bleibt unverständlich, warum der Streit in dieser Nacht dermaßen eskaliert ist. Die einen behaupten eine politische Diskussion, die anderen reden von Ehre und Beleidigungen. Eines ist jedenfalls sicher, das Opfer überlebte die Verletzungen nur knapp und bekam deshalb zumindest 10.000 Euro Teilschmerzengeld zugesprochen. Sehen wird der Verletzte dieses Geld vermutlich nie. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

 

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