Zahl der Tierversuche in Österreich steigt an

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Die Zahl der Tierversuche steigt in Österreich. Die Zahl der Tierversuche steigt in Österreich. - © APA/Sujet
Die Zahl der Tierversuche in Österreich steigt an, wie aus einer vom Wissenschaftsministerium nun veröffentlichten Tierversuchsstatistik 2011 hervorgeht. Vor allem an Mäusen, Kaninchen und Ratten wird getestet.

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Im Vorjahr wurden nun 191.288 Versuchstiere verwendet, das sind um 2,2 Prozent mehr als im Jahr davor. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der verwendeten Tiere stetig gestiegen, 1999 lag sie noch bei 129.644.

Die hauptsächlich verwendeten Tiere waren dabei Mäuse (153.153), gefolgt von Kaninchen (15.633), Ratten (9.026), Meerschweinchen (3.797), Fischen (3.267), Vögeln (1.940), Rindern (1.582) und Schweinen (1.553).

Tierversuche in Österreich: "Beschämend"

Aufgeschlüsselt nach Versuchszwecken kamen die meisten Tiere für “Biologische Untersuchungen im Bereich der Grundlagenforschung” (68.435) sowie “Herstellung und Qualitätskontrolle von Produkten und Geräten der Human- und Zahnmedizin” (63.019), gefolgt von “Forschung und Entwicklung für Produkte und Geräte der Human-, Zahn- und Veterinärmedizin” (49.719) und “Toxikologische und sonstige Unbedenklichkeitsprüfungen” (4.504) zum Einsatz.

Für die Präsidentin des “Internationalen Bundes der Tierversuchsgegner” (IBT), Gerda Matias, ist die steigende Zahl an Tierversuchen “ein beschämendes Faktum und ein massiver Rückschlag für den Tierschutz”. Sie kritisierte den in der Vorwoche vom Wissenschaftsministerium ausgesendeten Entwurf für eine Novelle zum Tierversuchsgesetz. Dieser enthalte keine einzige konkrete Maßnahme zur Reduktion von Tierversuchen.

Der “Verein gegen Tierfabriken” (VGT) bezeichnete den Entwurf als “schlechtest mögliche Version für die Umsetzung der EU-Richtlinie” und “Katastrophe”. In allen Bereichen, in denen die Richtlinie den Mitgliedsstaaten einen Spielraum gibt, strenger oder weniger streng zu sein, habe das Ministerium “die am wenigsten strenge Variante gewählt”, so VGT-Obmann Martin Balluch.

(APA)

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