Wulff soll Preisgeld privat genutzt haben

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Der ehemalige deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff soll in seiner Amtszeit ein Preisgeld von 10.000 Euro nicht gestiftet, sondern auf sein Privatkonto eingezahlt.

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Das berichtete das Wochenmagazin "Spiegel". Die Staatsanwaltschaft soll demnach bei ihren Finanzermittlungen auf das Geld gestoßen sein, das Wulff im Herbst 2011 bei der Auszeichnung mit dem Leo-Baeck-Preis erhalten hatte.

Akten fehlten: Wulff in Erklärungsnot

Die Behörde prüfe, "ob aufgrund der Verwendung des Preisgeldes ein strafprozessualer Anfangsverdacht besteht", zitierte der "Spiegel" einen Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zwar gibt es keine rechtlich verpflichtende Regelung für das Staatsoberhaupt, es gehört aber zum guten Ton für Bundesminister und Bundespräsidenten, Preisgelder gleich zu stiften. Dem Bericht zufolge bat die Staatsanwaltschaft das Bundespräsidialamt Anfang Juni um Auskunft. Die dortigen Beamten hätten jedoch keine Akten zum Verbleib des Geldes gefunden und Wulff um Aufklärung gebeten.

Gelder nach Israel überwiesen

Auf Anfrage habe Wulff ausrichten lassen, er habe den Betrag an den Freundeskreis eines Krankenhauses in Israel überwiesen. Die Anfrage beim Zentralrat der Juden, ob der Stifter des Preises damit einverstanden sei, stellte sein Büro laut "Spiegel" jedoch erst am vergangenen Dienstag - sieben Monate nach der Preisverleihung. Wulff war Mitte Februar von seinem Amt zurückgetreten.

(APA)

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