“Wohnen 500” in drei Monaten Bauzeit: Module werden in Mäder errichtet

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Mäder – Innerhalb von drei Monaten Bauzeit entstehen in Mäder zwei Wohnhäuser mit je zehn Drei-Zimmer-Wohnungen. In dieser Woche werden die Wohnblöcke in Modulbauweise in Mäder errichtet, am 21. Dezember werden sie bezogen. Das Projekt wird nicht das einzige seiner Art in Vorarlberg bleiben. 

Die Wohnmodule bietet Vorarlberger Holzbauqualität und werden bei 65 Quadratmetern Wohnfläche inklusive aller Betriebskosten 500 Euro Miete kosten. Möglich macht das ein modulares Bausystem von Kaufmann Bausysteme. Bei einem Lokalaugenschein Anfang November in der Produktionshalle in Nenzing wurde präsentiert, wie das funktioniert. Wie auf einer Gleisanlage wurden die Module Schritt für Schritt fertig gestellt. Estrich, Maler-Arbeiten und Installationen erfolgten alle in der Fertigungshalle. “Bis auf den Parkett wird alles hier gefertigt”, erklärt Kaufmann.

Beeindruckendes Tempo

Was beeindruckt, ist die Geschwindigkeit mit der gebaut werden kann. Spatenstich in Mäder war Ende September, noch vor Weihnachten sollen die ersten Mieter einziehen. Am Tag wurden von 25 Mitarbeitern vier Module fertiggestellt, je drei bilden dabei eine Wohnung. Und in Mäder werden dann acht bis zehn Module am Tag zusammengebaut. Damit mit dieser Geschwindigkeit produziert werden kann, sind eine gute Logistik und Planung notwendig, erklärt Kaufmann. Er hat mit dieser Bauweise bereits Erfahrung. So wurden in Modulbauweise in Hannover ein Flüchtlingsheim und in Hamburg ein Studentenheim gebaut.

Alle Wohnungen schon vergeben

Angelehnt an die Mietkosten, heißt das Projekt “Wohnen 500”. Vogewosi-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz zeigt sich begeistert. Immerhin wird ja nicht nur die Bauzeit gesenkt, sondern auch die Kosten sind geringer. Weitere Anlagen in Feldkirch und Höchst sind in Vorbereitung. Und in Mäder sind, laut Lorenz, alle Wohnungen schon vergeben.

Teil der Wohnbauoffensive in Vorarlberg

Die Vergabe der Wohnungen lag bei der Gemeinde und beim Land.  „Wir sehen im Projekt eine Möglichkeit für gelebte Integration in unserer Gemeinde. Es geht uns aber auch um Erfahrungen, ob sich dieses Bausystem für weitere Wohnanlagen eignet, zum Beispiel für junge Familien“, erklärte Bürgermeister Rainer Siegele aus Mäder.

Abstriche bei den Wohnungen

Um preiswerten Wohnraum bieten zu können, müssen ein paar Abstriche gemacht werden. So sind die Wohnungen nur im Erdgeschoss barrierefrei, da die Gebäude keinen Lift haben. Auch eine Unterkellerung und eine Tiefgarage wird es nicht geben. Dafür sind Fahrradabstellräume und Trockenräume vorgesehen.

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