Wo rohe Kräfte walten – Video

Von Gemeindereporter Julia Westreicher
Akt.:
Der Verein kultpur präsentierte an drei Abenden die Theatereigenproduktion „Der Gott des Gemetzels“.
Der Verein kultpur präsentierte an drei Abenden die Theatereigenproduktion „Der Gott des Gemetzels“. - © JW
Nüziders. (jw) Bühne West präsentierte die Theatereigenproduktion „Gott des Gemetzels“.

Vergangene Woche lud der Verein kultpur zur Aufführung der Theatereigenproduktion „Der Gott des Gemetzels“ ins Gemeindehaus Nüziders. An drei Terminen, die allesamt bestens besucht waren, zeigte dabei das renommierte Schauspieler-Quartett Susanna Ackermann, Elke Schwald, Hanno Dreher und Karl Müller, was passiert, wenn eine anfänglich harmlose Begegnung vierer sich fremder Menschen plötzlich aus dem Ruder läuft. Die Vorlage zum Stück, das von Regisseur Stephan Kasimir in Szene gesetzt wurde, lieferte dabei eines der erfolgreichsten Theaterwerke des 20. Jahrhunderts: Yasmina Rezas „Gott des Gemetzels“, das bereits 2011 mit hochkarätiger Besetzung verfilmt wurde.
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Der Anfang vom Ende

Das Ehepaar Véronique und Michel Houillé empfängt in seiner Pariser Wohnung Annette und Alain Reille. Deren Sohn, der elfjährige Ferdinand, hat nämlich dem gleichaltrigen Bruno Houillé in der Schule mit einem Stock zwei Schneidezähne herausgeschlagen. Die Eltern sind nun zusammengekommen, um das Geschehene und die weitere Vorgehensweise zu diskutieren. Was zunächst als harmloses Gespräch unter vernünftigen Erwachsenen beginnt, ändert sich jedoch bald. Die Stimmung kippt. Aus der anfänglichen freundlichen Atmosphäre wird ein Schlachtfeld von Beleidigungen, Anfeindungen und Vorwürfen. Je weiter das Zusammentreffen zwischen den beiden Paaren fortschreitet umso stärker nimmt der „Gott des Gemetzels“ überhand. Dabei treten nicht nur nach und nach die Schwachpunkt des einzelnen an die Oberfläche sondern auch die Ansichten zu Täter und Opferrolle verhärten sich zunehmend. Aus den zunächst scharfen Worten werden schließlich Handgreiflichkeiten. Der eigentliche Grund der Zusammenkunft bleibt dabei vollends auf der Strecke. Aus den ursprünglichen beflissenen und vernünftigen Erwachsenen werden tobende Streithähne, die ihren Kindern in nichts mehr nachstehen. Und so kommt es, wie es kommen muss: der Gott des Gemetzels triumphiert über die Kunst des zivilisierten Umgangs.

 

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