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Wirbel um Sager zu “Waffen-SS” am Ulrichsberg

Wirbel um Aussagen zur Waffen-SS am diesjährigen Ulrichsberg-Treffen. Wirbel um Aussagen zur Waffen-SS am diesjährigen Ulrichsberg-Treffen. - © AP
300 Teilnehmer zählte das diesjährige “Heimkehrtreffen” am Kärntner Ulrichsberg. Wider sämtlichen Ankündigungen hielt auch das ehemalige Mitglied der Waffen-SS, Herbert Belschan von Mildenburg, eine Ansprache. Eine Äußerung zur Waffen-SS sorgte für Wirbel.

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Der erwartete Ansturm an Zuschauern war ausgeblieben: Statt den vom Obmann der Ulrichsberggemeinschaft Hermann Kandussi erwarteten 1000 Besuchern kamen lediglich 300. Schon im Vorfeld der Gedenk-Veranstaltung zur Beendigung des 2. Weltkrieges hatte einer davon für Aufsehen gesorgt: Herbert Belschan von Mildenburg, seines Zeichens Freiwilliger bei der Waffen-SS. Er sollte ursprünglich geplant eine Ansprache halten. Diese wurde dann abgesagt, um dann schlussendlich doch noch stattzufinden.

Waffen-SS laut Kandussi keine verbrecherische Organisation

Laut Bericht von “heute.at” sorgte aber Kandussi selbst für den Paukenschlag bei der Veranstaltung: Denn dass die Waffen-SS bei den Nürnberger Prozessen als verbrecherische Organisation eingestuft worden war, sei nicht hinzunehmen. Kandussi: “Das waren getriebene Richter. Sagen sie mir ein Verbrechen, das die Waffen-SS begangen hat.” Von den “anderen SS-Leuten” – sprich der Totenkopf-SS – distanziere er sich, “von der Waffen-SS nicht”.

Der Grazer Rechtshistoriker Martin Polaschek sieht eine solche Äußerung als strafrechtlich bedenklich an: “Zu leugnen, dass Mitglieder der Waffen-SS Kriegsverbrechen begangen haben, fällt eigentlich unter das Verbotsgesetz. Die Gräueltaten der Waffen-SS sind dokumentiert, auch bei Holocaust-Verbrechen”. Von den Grünen kam deshalb postwendend die Forderung, das Treffen generell zu verbieten.

Das Treffen selbst fand in den vergangenen beiden Jahren nach dem Aussteigen des Bundesheeres 2009 nicht mehr am Berg statt. Heuer wurde es wieder an die alte Stätte zurückverlegt.

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