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Microsoft bringt Windows 8: Wie alles begann und was nun kommt

Mit Windows 95 kam der Durchbruch beim Desktop-Design. Mit Windows 95 kam der Durchbruch beim Desktop-Design. - © EPA
Am Freitag gibt es die nächste Auflage des wichtigsten PC-Betriebssystem weltweit – der US-Softwarekonzern Microsoft bringt Windows 8 auf den Markt.

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Auf rund 90 Prozent der schätzungsweise 1,5 Milliarden Personal Computer weltweit läuft Microsofts Windows als Betriebssystem. Im folgenden die wichtigsten Programm-Versionen auf dem Weg zu dieser Dominanz:

Windows 1.0: Der Urahn des inzwischen meistgenutzten PC-Betriebssystems kam im November 1985 auf den Markt. Damals war Microsoft noch ein Außenseiter, während der Platzhirsch IBM und der Aufsteiger Apple den Kampf um den PC-Markt auszufechten schienen. Anfangs arbeitete sich Windows nur mühsam ins Geschäft – denn Microsoft verzichtete zunächst angesichts eines jahrelangen Patentstreits mit Apple auf grafische Bedienungselemente.

Windows 3.1: Mit dieser Version lernte Windows 1992, Videos abzuspielen, bekam die ersten integrierten Spiele und neue Schriften. Die Grundansicht mit den überlappenden Fenstern und einem Desktop für Programm-Symbole blieb – mit einigen Design-Änderungen – lange erhalten.

Windows NT: Parallel zu den Verbraucher-Versionen von Windows entwickelte Microsoft nach dem Scheitern des OS/2-Projektes mit IBM eine Windows-Version mit einem neuen Programm-Kern (“Windows New Technology”). NT wurde mit Windows 2000 fortgeführt und ging später in Windows XP auf.

Windows 95: Die radikale Erneuerung von 1995 brachte in Grundzügen das Windows, das heute praktisch jeder kennt. Unter anderem wurde der “Start”-Knopf mit dem Balken am unteren Bildschirmrand eingeführt. Nachdem nachträglich der Web-Browser Internet Explorer zum Windows-Grundpaket hinzugefügt wurde, setzte sich Microsoft zum Ärger der Wettbewerbshüter in diesem Bereich gegen den Pionier Netscape durch. Auf die Version folgten die kleineren Aktualisierungen Windows 98 und ME.

Windows XP: 2001 brachte Microsoft die bisher langlebigste Version seines Betriebssystems auf den Markt, die immer noch auf vielen Rechnern läuft. Mit Windows XP wurden viele visuelle Effekte hinzugefügt sowie wichtige Funktionen wie etwa schneller Benutzerwechsel, eine integrierte Firewall für mehr Sicherheit und verbesserte Medienwiedergabe.

Windows Vista: Das Betriebssystem sollte 2007 XP ablösen, wurde von den Nutzern aber weitgehend ignoriert. Windows Vista bot zwar neue Bildschirmansichten, aber eine für viele Nutzer verwirrende Rechteverwaltung für Benutzerkonten. Erst mit der Vorstellung von Windows 7 im Oktober 2009 konnte Microsoft die Anwender wieder überzeugen.

Windows 8: Die neueste Version wird in vier Varianten angeboten. Windows 8 als Home-Edition, eine Pro-Version mit umfangreicher Ausstattung für Profi-Anwender, eine Enterprise-Edition für Unternehmen sowie Windows RT für Geräte mit Prozessoren auf Basis von Technologie des Chipentwicklers ARM, die derzeit in den meisten Tablets verbaut sind. Das neue Betriebssystem bringt das von Microsofts Windows Phone bereits bekannte Kacheldesign erstmals auch auf den Desktop. Die sich überlappenden Fenster sind damit passé – ebenso der historische Start-Button. Navigiert wird mit den Fingern und alternativ mit der Maus.

(APA)

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