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Wiener Mafia-Prozess: Angeklagte Mitarbeiterin von "Edo" gegen Gelöbnis enthaftet

Mafia-Prozess: Angeklagte gegen Gelöbnis enthaftet
Mafia-Prozess: Angeklagte gegen Gelöbnis enthaftet ©APA (Sujet)
Eine Mitangeklagte im Prozess gegen eine mutmaßliche Mafia-Bande, die in Wien Schutzgeld-Erpressungen und zahlreiche andere Straftaten begangen haben soll, ist enthaftet worden. Die Frau hatte in einem Lokal, das der Organisation um Edin D. (38) alias "Edo" Schutzgeld bezahlt haben soll, auf Wunsch des mutmaßlichen Banden-Bosses gearbeitet.
Prozessbeginn in Wien
Eindrücke vom Prozess
Prozess wurde vorverlegt
Anklage gegen Schutzgeldmafia
Kopfgeld auf Zeugen gestellt
Bilder der Sicherheitsmaßnahmen

Die Frau soll die Zahlungen an diesen weitergeleitet haben. Nach neunmonatiger U-Haft gab der Senat einem Enthaftungsantrag von Verteidiger Philipp Wolm Folge. Dieser hatte argumentiert, bei seiner Mandantin sei die Dauer der Inhaftierung mittlerweile unangemessen und die bisher angenommene Tatbegehungsgefahr gegen gelindere Mittel zu subsumieren.

Angeklagte gegen Gelöbnis auf freien Fuß gesetzt

Das Gericht schloss sich dem nach eingehender Beratung an. Die Frau wurde gegen Gelöbnis auf freien Fuß gesetzt. Sie sicherte zu, jeden Kontakt zu den anderen Angeklagten zu meiden, einer Arbeit nachzugehen, allfällige Adressänderungen bekannt zu geben und die Ermittlungen nicht zu erschweren.

“Der hohe Senat hat Augenmaß bewiesen. Meine Mandantin ist erleichtert, dass sie jetzt Weihnachten mit ihrer Familie verbringen kann”, sagte Wolm am Donnerstag gegenüber der APA. Die übrigen sechs Angeklagten bleiben bis zum nächsten Verhandlungstermin in Haft. Dieser wurde auf 10. Jänner anberaumt, wo ein weiterer wichtiger Zeuge gehört werden soll. Der Mann hatte “Edo” im Ermittlungsverfahren hinsichtlich angeblicher Drogen-Geschäfte belastet.

Wiener Mafia-Prozess gegen “Edo” und Co. geht weiter

Laut Anklage soll “Edo” sieben geleaste Sattelschlepper Richtung Balkan verschoben haben. Drei von ihnen wurden in Montenegro von der Polizei beschlagnahmt, weil der Käufer in den Augen von “Edo” zu spät zum Übergabeort erschien. Als Kompensation musste dieser dem 38-Jährigen laut Anklage 50 Kilogramm Cannabiskraut in die Bundeshauptstadt liefern, das in einer Wohnung auf der Wieden gebunkert und angeblich laufend verkauft wurde. Bei einer Hausdurchsuchung konnten hinter einer Holzverkleidung noch 15 Kilogramm sichergestellt werden.

(apa/red)

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