Akt.:

Wiener Fußballtrainer missbrauchte Elfjährigen: Zweieinhalb Jahre Haft

Der 49-jährige Fußballtrainer wurde vom Gericht zu einer teilbedingten Haftstrafe verurteilt. Der 49-jährige Fußballtrainer wurde vom Gericht zu einer teilbedingten Haftstrafe verurteilt. - © APA (Symbolbild)
Wegen sexuellen Missbrauchs wurde am Freitag ein Wiener Fußballtrainer verurteilt. Vor Jahren hatte der vierfache Familienvater einen elfjährigen Spieler und auch seinen eigenen Sohn missbraucht. Dieser zeigte ihn bei der Polizei an, nachdem er auf Facebook entdeckt hatte, dass sein Vater einem Minderjährigen schrieb, dass er “eine Nacht mit ihm verbringen” wolle. Er wurde zu zweieinhalb Jahren teilbedingter Haft verurteilt.

Korrektur melden

Der 49-Jährige soll in seiner Zeit bei einem in der Wiener Stadtliga vertretenem Club an einem elfjährigen Spieler geschlechtliche Handlungen vorgenommen haben. Jahre später, als sein eigener Sohn elf wurde, missbrauchte er auch diesen. Danach unternahm der Vater immer wieder Versuche, sich seinem Sohn zu nähern, “aber ich habe mich gedrückt und bin ihm aus dem Weg gegangen”, erklärte der mittlerweile 18-Jährige nun als Zeuge vor Gericht.

Sohn zeigte seinen Vater an

Die Missbrauchshandlungen wären vermutlich nie aufgeflogen, hätte der 49-Jährige nicht im vergangenen Dezember seinem Sohn und dessen Freundin erzählt, dass er derzeit einen Buben trainiere, mit dem er gern die Nacht verbringen würde. Die Freundin wurde stutzig, worauf ihr zunächst der 18-Jährige berichtete, dass sich vor einigen Jahren sein Vater an ihm vergangen habe.

In weiterer Folge sah sich das Paar das Facebook-Profil des Mannes an und entdeckte, dass dieser mit zahlreichen jungen Buben verlinkt war. Auf der Pinnwand eines 13 Jahre alten Knaben hatte der 49-Jährige tatsächlich den Wunsch nach einer gemeinsamen Nacht geäußert. Daraufhin zeigte der Sohn seinen Vater an.

Fußballtrainer missbrauchte Elfjährigen

Der mittlerweile 28-Jährige Spieler schilderte als Zeuge , dass ihn der Trainer regelmäßig geküsst und auch an intimen Stellen berührt habe und wiederholt mit ihm kuscheln habe wollen. Der Angeklagte legte ein umfassendes Geständnis ab: “Ich bekenne mich schuldig. Es stimmt alles, was da im Strafantrag drinnen steht.” Er habe seine Neigungen jahrelang verdrängt, “bis ich Zuneigung zu dem Spieler verspürt habe. Das war ein Schock. Ich bin auf einmal auf die Idee gekommen, dass mir Männer gefallen.”

Den eigenen Sohn missbraucht zu haben, führte der 49-Jährige auf übermäßigen Alkoholkonsum zurück. Außerdem habe er sich damals “allein” gefühlt, nachdem seine Ehefrau Scheidungsabsichten geäußert hatte.

Zu zweieinhalb Jahre Haft verurteilt

Bei einem Strafrahmen von bis zu zehn Jahren erschienen dem Gericht zweieinhalb Jahre Haft schuld- und tatangemessen. Davon wurden zehn Monate unbedingt ausgesprochen. Den Rest bekam der bisher Unbescholtene unter Setzung einer dreijährigen Probezeit bedingt nachgesehen. Als Trainer darf der 49-Jährige künftig keine Minderjährigen mehr betreuen. (APA)

Werbung


Kommentare 0

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 
Verkehr in Vorarlberg

Mehr auf vol.at
Uni-Ranking: Leichter Aufwärtstrend bei heimischen Unis wie Uni Wien
Auch 2014 bleibt das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA die beste Uni der Welt. Die Universität [...] mehr »
Mann in Gericht in Kopenhagen erschossen
Mit einem abgesägten Jagdgewehr ist ein Mann in einem Gericht in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen am Dienstag [...] mehr »
US-Soldaten sollen Anti-Ebola-Kampf unterstützen
Im Kampf gegen Ebola will US-Präsident Barack Obama rund 3.000 Soldaten nach Westafrika schicken. Die Einsatzkräfte [...] mehr »
Monsun-Opfer in Pakistan leiden unter Krankheiten
In den Überschwemmungsgebieten Pakistans leiden zahlreiche Menschen unter Durchfall, Dengue-Fieber oder Malaria. [...] mehr »
Gelungene Gehirnoperation beim Goldfisch
Der Patient hat die hochriskante Gehirnoperation gut überstanden - und schwimmt inzwischen wieder in seinem Teich. Dem [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VOL.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Bitte Javascript aktivieren!