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Wiener auf Seychellen unter Mordverdacht: Freilassung

Jener Wiener, der auf den Seychellen unter Mordverdacht stand, wurde am Freitag freigelassen. Jener Wiener, der auf den Seychellen unter Mordverdacht stand, wurde am Freitag freigelassen. - © DPA

Jener Wiener, der auf den Seychellen unter Mordverdacht stand, wurde am Freitag freigelassen. Er darf den Inselstaat jedoch vorerst nicht verlassen, da ihm noch ein Verfahren wegen allfällig unterlassener Hilfeleistung droht.

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Von der Freilassung des auf den Seychellen unter Mordverdacht stehenden Wieners berichtet der Sprecher des Außenministeriums, Nikolaus Lutterotti.

Der Österreicher wurde für das Verschwinden eines Briten verantwortlich gemacht, mit dem er sich als einziges Crewmitglied auf einer Segeljacht im Indischen Ozean auf dem Weg von den Malediven nach Madagaskar befunden hatte. Bei einem Zwischenstopp auf den Seychellen ging der Wiener allein von Bord, von seinem Begleiter fehlte jede Spur. Am 3. Juli klickten für den Mann schließlich die Handschellen. Nun muss er sich nach seiner Freilassung mit einem möglichen Verfahren wegen allfällig unterlassener Hilfeleistung rechnen.

Unklar wie Brite verschwand

Die Hintergründe der Geschehnisse sind nach wie vor unklar. Der Österreicher und sein Segelkamerad, ein Brite, sollen einander auf Sri Lanka kennengelernt haben. Der Wiener gilt zwar als erfahrener Taucher und guter Schwimmer, sei aber kein guter Segler, hieß es in Medienberichten. Er habe sich vom 48-jährigen Sean Terry – der sich auf einer Weltreise befand – in die Segelkunde einweisen lassen. Der Brite, der in Südafrika aufwuchs und Doppelstaatsbürger war, hatte zuletzt am 18. Juni mit seiner Familien Kontakt.Als eine Woche später sein österreichischer Segelfreund allein im Hafen auf den Seychellen einlief, kam der Fall ins Rollen. Der Polizei gegenüber soll der Wiener ausgesagt haben, dass der Vermisste in einem Tobsuchtsanfall von Bord gesprungen sei. Was die Ermittler allerdings stutzig machte: Der Segelfreund hat scheinbar keine Versuche unternommen, den Mann zu retten. Auf der Jacht blieb der Rettungsring unbenützt, außerdem wurde der Mann-über-Bord-Alarm nicht ausgelöst.

Wiener muss wieterhin auf den Seychellen bleiben

Auch die Familie des Briten äußerte laut einer Sprecherin starke Zweifel an der Version des Österreichers. Sie stellen sich nun die Frage, warum der erfahrene Taucher nicht mehr unternommen habe, um den Briten zu retten. Selbstmordabsichten des Vermissten schloss die Familie aus. Er hatte eine australische Freundin und wollte zu Weihnachten wieder bei seiner Familie sein.

Die Jacht wird derzeit kriminaltechnisch untersucht. Vermisst werden außerdem die beiden Laptops Terrys. Die Haftprüfung des Österreichers ist am Donnerstag ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Laut Außenamts-Sprecher Nikolaus Lutterotti muss der 36-Jährige bis zum Ende des Verfahrens auf den Seychellen bleiben. Dieses soll in den kommenden zwei bis drei Wochen über die Bühne gehen. (Schluss) trö/lor

(APA/Red)

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