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Wieder Journalist in Mexiko ermordet

In Mexiko ist wieder ein Journalist ermordet worden. Carlos Dominguez Rodriguez wurde am Samstag in der Stadt Nuevo Laredo nahe der Grenze zu den USA getötet, wie der Gouverneur des Bundesstaats Tamaulipas, Francisco Cabeza de Vaca, auf Twitter mitteilte. Laut einem Bericht der Zeitung "Reforma" wurde er im Zentrum von Nuevo Laredo in seinem Auto getötet. Seine Tochter saß demnach mit im Wagen.

Dominguez ist vermutlich der erste getötete Journalist in Mexiko in diesem Jahr. Er hatte bis vor einigen Monaten für die Lokalzeitung “El Diario” gearbeitet. Seitdem hatte er seine Berichte im Internet verbreitet. Am Freitag hatte er auf der Internetseite “Horizonte de Matamoros” mit Blick auf den Anstieg an Gewaltverbrechen die “extreme Gewalt auf mexikanischem Boden” vor der Präsidentschaftswahl am 1. Juli 2018 kritisiert.

Tamaulipas an der Grenze zu Texas zählt zu den mexikanischen Bundesstaaten, die von der Gewalt zwischen den Drogenkartellen am meisten betroffenen sind. Er gilt auch als einer gefährlichsten Bundesstaaten für Journalisten.

Mexiko war nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen im vergangenen Jahr das zweitgefährlichste Land für Journalisten weltweit – nach Syrien. 2017 wurden demnach elf Journalisten in Mexiko ermordet. Die mexikanische Bürgerrechtsorganisation Articulo 19 spricht sogar von zwölf getöteten Journalisten. Für mehr als 90 Prozent der Morde an Journalisten wird den Angaben zufolge niemand zur Rechenschaft gezogen.

(APA/ag.)

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