Wieder Hochwasser in Vorarlberg

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Wieder Hochwasser in Vorarlberg
Dornbirn -  Vorarlberg ist in der Nacht auf Freitag zum wiederholten Mal innerhalb weniger Wochen von Starkregen heimgesucht worden.

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Durch die intensiven Niederschläge kam es zu lokalen Überschwemmungen und Murenabgängen. Als Folge davon musste unter anderem die Rheintalautobahn (A14) abschnittweise gesperrt werden, was am Freitagvormittag ein Verkehrschaos mit kilometerlangen Staus verursachte. Die Feuerwehr verzeichnete bis Freitagmittag insgesamt mehr als 300 Alarmierungen, rund 1.000 Feuerwehrleute standen im Dauereinsatz. Erst gegen 11.00 Uhr war aus Sicht der Feuerwehr eine "endgültige Entspannung der Schadenslage" eingetreten.

Am stärksten betroffen waren nach Angaben von Günther Watzenegger vom Landesfeuerwehrverband der Großraum Dornbirn inklusive Wolfurt und Schwarzach sowie der Bregenzerwald. Sowohl in Wolfurt als auch in Schwarzach traten Bäche über die Ufer, von den Überflutungen wurde etwa auch das Firmenareal des Seilbahnherstellers Doppelmayr in Mitleidenschaft gezogen. In Wolfurt wurden 50 Keller ausgepumpt, in Schwarzach 30, zudem gab es drei Murenabgänge auf die Schwarzachtobelstraße.

In Lustenau musste kurz nach Mitternacht auf der L41 ein Mann aus seinem Auto geborgen werden, weil er die wegen einer Überflutung veranlasste Straßensperre missachtete und in den gesperrten Straßenabschnitt fuhr. Auf einem Bregenzer Campingplatz riss am Donnerstagabend eine Windhose das Zelt einer britischen Urlauberfamilie aus der Verankerung, dabei wurde eine 48-jährige Frau verletzt.

Infolge der Sperre der Rheintalautobahn (A14) zwischen Dornbirn-Süd und Wolfurt-Lauterach in Fahrtrichtung Deutschland sowie der Vorarlberger Straße (L190) bei Lauterach waren in der Früh zwei leistungsstarke Verbindungen nach Bregenz nicht benützbar. Als "Nadelöhr" in die Landeshauptstadt blieb damit die Verbindung über Lustenau und Hard offen. Aufgrund der Verkehrsüberlastung bildeten sich allerdings kilometerlange Staus und Kolonnenverkehr. Man musste mit einem Zeitverlust von über einer Stunde rechnen. Eine Entspannung der Verkehrssituation im Vorarlberger Unterland setzte erst nach Freigabe dieser Verbindungen am späteren Vormittag ein.

Nach Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) fielen in Bregenz innerhalb von 24 Stunden rund 125 Liter Regen pro Quadratmeter. Das ist ein Wert, wie er statistisch nur alle 30 Jahre registriert wird. Damit sind in der Vorarlberger Landeshauptstadt in den vergangenen zwei Wochen 470 Liter Regen niedergegangen, so viel wie noch nie. Den Spitzenwert in der Nacht auf Freitag verzeichneten die Meteorologen allerdings nicht in Bregenz, sondern am Bödele bei Dornbirn mit 166 Liter. Auch in Alberschwende im Bregenzerwald und in Dornbirn kamen mehr als 100 Liter pro Quadratmeter zusammen.

Die Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW) sagte indessen den Betroffenen der Starkniederschläge im Raum Bregenz und Umgebung Unterstützung in Form einer Strompreisreduktion zu. Strom, der für Pumpen und Entfeuchtungsanlagen verbraucht wurde, wird zu ermäßigten Preisen verrechnet.

Firma Doppelmayr unter Wasser

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Murenabgang in Alberschwende

Alberschwende - Am Freitagmorgen ist in Alberschwende nach dem Ortseingang eine größere Mure abgegangen. Durch die Erdbewegung war niemand in unmittelbarer Gefahr. Durch die starken Regenfälle liefen auch die umliegenden Bäche und Flüsse voll und überschwemmten dadurch auch manche Keller.

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Mure verlegt Bregenzerwaldstraße

Am Freitagmorgen hat vor der Abzweigung nach Müselbach eine Mure die Bregenzerwaldstraße teilweise verlegt. Das Erdreich musste mehrmals von der Feuerwehr und vom Straßenbauamt entfernt werden. Durch den Starkregen bildeten sich größere Rinnsale, die in Folge das Erdreich ins Rutschen brachte.

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Verkehr in Vorarlberg

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