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Wertgegenstände im Auto: Eine Einladung zum Einbruch

Das Auto ist kein Tresor: Jeder vierte Autofahrer animiert die Täter zum Einbruch. Das Auto ist kein Tresor: Jeder vierte Autofahrer animiert die Täter zum Einbruch. - © Bilderbox
von VN/Geraldine Rainer - In Hard schlugen Autoknacker in dieser Woche gleich zweimal hintereinander zu.

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Täglich werden in Österreich im Durchschnitt sieben Autos gestohlen, alle 30 Minuten wird ein Autoeinbruch verübt. Nicht weiter verwunderlich, denn in beinahe jedem vierten Auto werden die Langfinger fündig. Teure Bekleidung, Schmuck, Navigationsgeräte, Handys oder Handtaschen werden den Dieben geradezu auf dem Silbertablett präsentiert. Letztere gelten als besonders interessant, da sich darin Bargeld und Dokumente vermuten lassen.

Und ein Auto ist schnell geknackt. Profi-Einbrecher benötigen dafür knapp fünf Sekunden. Aber auch weniger Geübte haben freie Bahn. Viele Autos sind nicht versperrt, und wenn doch, wird einfach die Fensterscheibe eingeschlagen. Die Zahl der Einbrüche in unversperrte Autos ist laut Statistik um 65 Prozent höher als in versperrte. Allein im ersten Halbjahr 2012 wurden der Vorarlberger Polizei 124 Diebstähle aus unversperrten Fahrzeugen gemeldet. Das ist eine markante Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Denn zwischen Jänner und Juni 2011 waren es lediglich 75 Fälle. Einbruchdiebstähle in Kraftfahrzeuge wurden in der ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits 49 registriert. Dazu kommen 57 Diebstähle von sonstigen Kfz-Teilen aus dem oder vom Fahrzeug.

Scheibe eingeschlagen

Erst in dieser Woche schlug ein Gaunerduo – ein Mann und eine Frau mittleren Alters – in Hard zu. An gleich zwei Fahrzeugen machten sich die amtsbekannten Täter Mittwochnacht zu schaffen. Beim ersten Versuch scheiterten sie. Beim zweiten, nur 500 Meter weiter, landeten die Autoknacker jedoch einen Treffer. Sie schlugen die Heckscheibe ein und beschädigten beide Türen. Glücklicherweise war ein Polizeibeamter in der Nähe – er war gerade dabei, den Sachverhalt des ersten Einbruchversuchs aufzunehmen. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd konnte die Frau geschnappt werden. Der Mann entkam, sein Name ist den Beamten jedoch bekannt. Beobachtet wurde der Blaulicht-Einsatz von VN-Leserreporter Fabian Lehner. Als die Polizei weg war, sah er, wie der Täter in der Nähe des Parkplatzes gegenüber der Villa Flair aus einem Busch kroch und weglief.

Einbrüche vermeiden

Vorfälle wie diese müssen nicht sein. Mit wenigen Vorkehrungen kann man den Autoknackern die Arbeit erschweren.

- Wertgegenstände sollten niemals, insbesondere nicht für andere offensichtlich, im Fahrzeug zurückgelassen werden.

- Auch bei kurzen Stopps sollte darauf geachtet werden, dass alle Fenster sowie das Schiebedach geschlossen und die Türen verriegelt sind.

- Keinen Abdruck der Navigationshalterung auf der Scheibe hinterlassen. Das könnte den Tätern Aufschluss über ein möglicherweise im Auto verstautes Navigationsgerät geben.

- Kfz-Dokumente, Ausweise und den Reserveschlüssel niemals im Auto zurücklassen.

- Die Wegfahrsperre, falls vorhanden, aktivieren.

- Der fachgerechte Einbau eines Alarmsystems und ein entsprechend abschreckender Hinweis auf der Autoscheibe sind sinnvolle Investitionen.

- Empfehlenswert ist es zudem, das Handschuhfachs zu öffnen, um den Ganoven zu signalisieren: Hier gibt es nichts zu holen.

- Das Fahrzeug nach Möglichkeit an einem öffentlichen und gut einsehbaren Parkplatz abstellen. Im Ausland empfehlen sich bewachte Parkplätze.

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