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5. Februar 2012 09:26; Akt.: 6.02.2012 10:13

Wenn die Instrumente streiken

Treueschwur auf Fahne und Verfassung. Treueschwur auf Fahne und Verfassung. - © Hronek
Brigadier Ernst Konzett sieht 2012 als Entscheidungsjahr für Freiwilligen- oder Berufsheer.


(amp) Die eisigen Temperaturen ließen die Instrumente der Militärmusiker buchstäblich „einfrieren“. Kein Grund für Militär-Kapellmeister Wolfram Öller, die musikalische Umrahmung zur Angelobung der Jungrekruten des Bundesheeres auf dem Vorplatz des Wiesenbachsaales platzen lassen. So frei nach dem Motto „Wenn die Instrumente streiken, die Stimme funktioniert immer“, lässt der dirigierende Oberstleutnant seine Musiker zur Überraschung aller Anwesenden den traditionellen „Kaiserjäger-Marsch“ und die Vorarlberger Landeshymne einfach singen. Eine gelungene Premiere.

Jahr der Entscheidungen
Brigadier Ernst Konzett geht dann in seiner Ansprache auf die bevorstehenden Weichenstellungen im Bundesheer ein und sieht 2012 als „Jahr der Entscheidungen“. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass das Bundesheer vor allem bei Naturkatastrophen immer wieder mit „Freiwilligen“ im Einsatz war, macht sich Konzett für die Beibehaltung der derzeitigen Strukturen stark und sieht die geplanten Einsparungen mit Skepsis . „Kommen Sie von Ihren Einsätzen immer wieder gesund nach Hause“ wünscht Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler und holt sich für seine – den Temperaturen angepasste – Kurzansprache den Applaus der „Zaungäste“.

82 Jungmänner angelobt
Zur Angelobung sind 82 Rekruten, die ihre Basisausbildung beim Jägerbataillon 23 in Bludesch und teilweise in Tiroler Kasernen absolvieren, angetreten. Militärpfarrer Otto Krepper hat in sein persönliches Gebet die Bitten „Herr mach mich zu einem Menschen, der tatkräftig anpackt und nicht nur große Reden schwingt“ und „Herr mach mich zu einem Menschen, der sich aufmacht zum Mitmenschen, nicht vor anderen davonrennt und sich aus der Verantwortung stiehlt“ eingepackt. Der Treueschwur „Ich gelobe“ der Jungmänner auf das Heimatland kommt dann mehr militärisch-„brustig“ und Raureif behangen als überzeugend über den Wiesenbachplatz. Otto Kreppers Bitte: „Herr, mach mich zu einem Menschen, der ein kleines Licht anzündet, anstatt auf die Dunkelheit zu schimpfen“ hängt offensichtlich auch noch im Ohr der Jungmänner.

In Treue fest verbunden …..

Schlins (amp) Die Angelobung der Jungrekruten ließen sich auch zahlreiche Gäste nicht entgehen. Bürgermeister Harald Sonderegger konnte auf dem Wiesenbachsaal Diözesanbischof a.D. Elmar Fischer, Dekan Otto Krepper, Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler, den Landtagsabgeordneten Rudolf Jussel, Bezirkshauptmann Bernd Salomon, die Militärs Brigadier Ernst Konzett, Oberst Thomas Belec, den Vertreter der Unteroffiziersgesellschaft Robert Jordan, den Präsidenten des Milizverbandes Manfred Bauer begrüßen. Seitens der Schlinser Ortsvereine waren Delegationen und Fahnenabordnungen der Handwerkerzunft mit Josef Mähr, Albert Hartmann und KR Engelbert Ott, Elmar Rauch von der Agrargemeinschaft, Werner Sonderegger vom Seniorenbund, der Gemeindemusik un d der Ortsfeuerwehr aufmarschiert. Die Landessicherheitsdirektion vertrat Mario Breuß, das Landespolizeikommando Rainer Fritz, das Bezirkskommando Gerhard Rauch. Wolfram Öller ließ vor der Angelobung die Militärmusik im Wiesenbachsaal antreten und gab dort mit seinem Klangkörper Kostproben des exzellenten Könnens.


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