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Weltcupführung für Hirscher nach Aare-Doppel-Sieg

Hirscher ist nicht zu stoppen
Hirscher ist nicht zu stoppen
Marcel Hirscher hat in den Technikbewerben von Aare die passende Antwort auf die jüngsten Speederfolge von Kjetil Jansrud gehabt. Der Salzburger war mit 172 Punkten Rückstand auf den Norweger nach Schweden gekommen, gewann dort am Freitag den Riesentorlauf und Sonntag den Slalom und reiste als neuer Führender im Gesamtweltcup mit 28 Zählern Vorsprung auf Jansrud wieder ab.
FIS-Liveticker vom Slalom


Der 25-jährige Hirscher setzte sich bei seinem 26. Weltcupsieg 0,10 Sekunden vor dem zur Halbzeit in Führung gelegenen Deutschen Felix Neureuther und 0,15 vor dem Russen Alexander Choroschilow durch. Für Hirscher war es der 14. Slalomsieg, damit schloss er zu seinen Teamkollegen Benjamin Raich und Mario Matt auf. Das ÖSV-Trio befindet sich in der ewigen Bestenliste an fünfter Stelle, in Führung liegt der Schwede Ingemar Stenmark mit 40 Erfolgen.

Ob des geringen Vorsprungs am Sonntag wusste Hirscher, dass er auf der WM-Piste von 2007 – damals war Hirscher noch nicht dabei – auch das Glück auf seiner Seite gehabt hatte. “Mit einer Zehntel Vorsprung ein Rennen zu gewinnen, das ist gar nicht besser oder schlechter. Wir sind alle auf unserem Maximum gefahren. Es hätte genauso gut der Felix sein können. Es ist sehr überraschend oder auch sehr schön, dass der Alexander jetzt so aufschließt. Er hat in letzter Zeit schon aufgezeigt”, meinte Hirscher.

Er habe einen Fehler weniger gemacht als Felix. “Das ist einmal ein Skibeuteln, dann ist ein Zehntel weg. Es ist super, dass ich auf dem Podium bin.” Hirscher hatte im ersten Durchgang einen Patzer und war froh, noch im Kurs geblieben zu sein. Der Blick nach vorne fiel ob der Paradevorstellung in Aare positiv aus. “Ich bin super happy. Hoffentlich geht es so weiter. Schauen wir, wie es weiter läuft.”

Neureuther wurde nach dem Riesentorlauf wieder von Rückenschmerzen geplagt, hatte seinen Start im Slalom sogar infrage gestellt. “Im Slalom ist die Belastung aber eine andere als im Riesentorlauf. Und bei dem Hang und Schnee muss man nicht so extreme Lagen und Positionen fahren. Das kam mir zugute”, meinte der Deutsche, der bei neun Weltcupsiegen hält und mit seinem zehnten bester Deutscher der Weltcupgeschichte werden wird.

Ted Ligety (USA) und Mario Matt, die zur Halbzeit Dritter und Vierter gewesen waren, schieden im Finale aus. Für Olympiasieger Matt war es der zweite Ausfall im zweiten Saisonrennen.

Nur fünf Österreicher waren im Aare-Slalom am Start. Benjamin Raich schied nach Halbzeit-Rang 23 im zweiten Durchgang aus. “Im ersten war das Gefühl nicht so gut, im zweiten war ich oben weg nicht so schlecht zufrieden. Aber ein Einfädler kann passieren”, sagte der Tiroler. Reinfried Herbst fiel von 16 auf 20 zurück, Wolfgang Hörl von 14 auf 18. “Ich hätte mit für den zweiten Durchgang vorgenommen, vorne dabei zu sein. Als ich als Achter ins Ziel gekommen bin, war das nicht berauschend. Aber ich bin zufrieden, ich habe eine gute Entwicklung im Training und bin auf einem gutem Weg”, sagte Hörl.

Eine beeindruckende Leistung zeigte der mit Startnummer 62 ins Rennen gegangene Schwede Kalle Lindh. Der 24-Jährige war bei seinem 19. Weltcupstart zur Halbzeit 29. und katapultierte sich mit Laufbestzeit an die sechste Stelle und zu seinem mit Abstand bestem Weltcupergebnis. Heuer in Sölden war er Riesentorlauf-14, ansonsten kam er nie in die Wertung.

Der Weltcup der Herren geht im Grödnertal weiter, die Rennen sind am Sonntag offiziell bestätigt worden, es konnte ausreichend Schnee produziert werden. Am Freitag (19.) und Samstag (20.) stehen Abfahrt und Super-G auf dem Programm, es folgen vor Weihnachten noch der Riesentorlauf in Alta Badia (21.) und der Nachtslalom in Madonna di Campiglio (22.).

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