Weltausstellung Reformation in Wittenberg eröffnet

Bundespräsident Steinmeier kam zur Eröffnung
Bundespräsident Steinmeier kam zur Eröffnung - © APA (dpa)
In der Lutherstadt Wittenberg ist am Samstag die “Weltausstellung Reformation” eröffnet worden. Eine der Lehren der Reformation sei, dass der Mensch die Intoleranz und die Gewalt, die im Namen der Religion verübt werde, überwinden könne, sagte der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei dem Festakt. Bis September sind unter dem Motto “Tore der Freiheit” 2.000 Veranstaltungen geplant.

Die Reformation sei “ein europäisches, ein wirklich weltweites Ereignis” gewesen, sagte Steinmeier. Begegnung und Austausch seien heute wichtiger denn je für das Zusammenleben, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie. “Ich finde, die Botschaft der Reformation hat nichts an Aktualität verloren”, so der Bundespräsident, der in Anspielung auf die Flüchtlingskrise darauf verwies, dass es heute wieder attraktiv scheine, Tore zu schließen statt sie neu zu öffnen.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, erklärte, man könne Kirche nie provinziell leben. “Wir sind Teil der einen, von Gott geschaffenen Welt, und das wollen wir hier in Wittenberg zum Ausdruck bringen.”

Die evangelische Kirche feiert in diesem Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen den 500. Jahrestag des Beginns der Reformation. 1517 hatte der Theologe Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel verfasst und sie der Überlieferung nach an die Tür der Wittenberger Schlosskirche geschlagen. Die Reformation, die schließlich zur Kirchenspaltung führte, nahm damit ihren Lauf.

Margot Käßmann, Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum, sagte in einer Predigt auf dem Marktplatz: “Für mich ist die Weltausstellung das Herzstück des Reformationssommers 2017.” Der Verein Reformationsjubiläum 2017 erwarte etwa eine halbe Million Besucher, sagte Geschäftsführer Ulrich Schneider.

Die Weltausstellung ist in den nächsten 16 Wochen zu erleben. Entstanden sind acht große Installationen in sieben sogenannten Torräumen, die einzelnen Themen gewidmet sind – von Globalisierung bis zu Gerechtigkeit und Spiritualität, Ökumene und Kultur. Geplant sind 2000 Veranstaltungen.

(APA/dpa)

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