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Weiter wachsender Stellenwert der Weiterbildung in Österreich

In Österreich bilden sich eher jene Menschen weiter, die bereits eine höhere Ausbildung vorweisen können.
In Österreich bilden sich eher jene Menschen weiter, die bereits eine höhere Ausbildung vorweisen können.
Daten und Fakten zur Weiterbildung in Österreich: Welche Themen prägen diese Branche, wie viele Erwachsene bilden sich weiter und welche Ausbildung haben sie? Ein kurzer Überblick.
Hier erfahren Sie mehr über aktuelle Themen.

„Mehr Investition in Bildung und Ausbildung ist inzwischen eine gängige Antwort auf die gegenwärtige wirtschaftliche und soziale Situation geworden. Damit werden die Chancen auf dem Arbeitsmarkt vergrößert, die Ungleichheit reduziert und Voraussetzungen für das Wachstum geschaffen. Wissenschaftliche Befunde betonen den Zusammenhang von der Höhe der Ausbildung und Wirtschaftswachstum“, so Prof. Dr. Werner Lenz 2005 in seinem „Porträt Weiterbildung Österreich“. Diese und ähnliche Aussagen machen sichtbar, welchen großen Stellenwert die Erwachsenen- und Weiterbildung in Österreich in den letzten Jahren eingenommen hat. So ist das Thema Erwachsenen- bzw. Weiterbildung fixer Bestandteil des öffentlichen Diskurses über Bildung geworden.

Weiterbildungsthemen
Wie weiter auf der Internetseite zu lesen ist, ist der Trend in der österreichischen Erwachsenen- und Weiterbildung klar: Zunehmend prägen Begriffe wie Ökonomisierung, Internationalisierung, Um- und Restrukturierung, Privatisierung etc. das Selbstverständnis einer Branche, die in den letzten Jahren massiven Veränderungsschüben ausgesetzt war. Dies spiegelt sich unter anderem auch in einem steigenden Bedarf nach einem zunehmend ausdifferenzierten Informationsangebot wider.

Weiterbildungsbeteiligung
Laut Statistik Austria haben 2014 etwa 669.800 Personen, die älter als 15 Jahre sind, an Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen. 365.400 nahmen vorwiegend an beruflicher Weiterbildung teil, 304.400 bildeten sich vorwiegend privat weiter. Vor allem berufliche Weiterbildung wird von Seiten der Wirtschaft als unverzichtbar angesehen. Der gesellschaftliche Stellenwert der allgemeinbildenden Weiterbildung hingegen scheint manchen Kommentatoren zu Folge tendenziell zu sinken.

Über 90.000 AkteurInnen
Obwohl die Anbieterlandschaft der österreichischen Erwachsenen- und Weiterbildung mittlerweile gut dokumentiert ist, existieren laut www.erwachsenenbildung.at noch keine aussagekräftigen Untersuchungen darüber, aus welchen und wie vielen MitarbeiterInnen sich die einzelnen Einrichtungen zusammensetzen. Nichtsdestotrotz steht mit der jährlichen Statistik der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ) eine repräsentative Erhebung zur Verfügung, mit der diesbezügliche Aussagen zumindest für die neun großen Verbände der österreichischen Erwachsenen- und Weiterbildung getroffen werden können. So betrug die in der KEBÖ-Statistik über das Arbeitsjahr 2013 erfasste Gesamtzahl an MitarbeiterInnen 90.293 Personen. Davon waren 5969 hauptberuflich, 57.446 nebenberuflich und 26.878 ehrenamtlich tätig. Somit ist trotz anhaltender Professionalisierungsbemühungen der Anteil an hauptberuflich in der Erwachsenen- und Weiterbildung Tätigen noch immer sehr gering.

Kursteilnahmen
Die Anzahl abgehaltener Kurse belief sich laut KEBÖ-Statis-tik über das Arbeitsjahr 2013 auf 131.415, die der Kurzveranstaltungen auf 96.627. Hinzu kamen 18.997 Sonderveranstaltungen. In der KEBÖ-Sta-tistik werden Teilnahmen gezählt, nicht TeilnehmerInnen. So können TeilnehmerInnen durch mehrfache Kursbelegung auch mehrfach in der Teilnahmestatistik aufscheinen. Die Anzahl der Teilnahmen im Arbeitsjahr 2013 belief sich auf etwa 3,11 Millionen.

Gut ausgebildete TeilnehmerInnen
Auffällig, wenn auch wenig überraschend ist die Tatsache, dass die Weiterbildungsbeteiligung solcher Personen, die über eine ohnehin bereits höhere (Aus-)Bildung verfügen bzw. bei solchen, die konkrete Möglichkeiten für einen beruflichen Aufstieg sehen, merklich höher ist als bei anderen Personengruppen. Obwohl die Bildungsbeteiligung mit steigendem Alter deutlich stagniert, ist der Bedarf an sowohl allgemeinbildender als auch berufsbildender Weiterbildung insgesamt immer noch im Steigen begriffen. Interessant ist auch, dass Angebote der allgemeinen Erwachsenenbildung eher von Personen in Anspruch genommen werden, die über dementsprechende finanzielle Mittel verfügen, während berufliche Weiterbildungsangebote tendenziell von solchen Personen besucht werden, die konkret von ihrem Unternehmen dazu veranlasst werden bzw. aus karrieretechnischen Überlegungen heraus handeln (vgl. Lenz 2005). Insgesamt aber gilt nach wie vor: Je höher die bereits vorhandene Bildung, desto wahrscheinlicher ist auch die weitere Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen.

Factbox:
Weiterbildung in Österreich
Informationen zu Aus- und Weiterbildungsangeboten der verschiedenen Anbieter bzw. Institutionen:

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