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„Weiß nicht, ob das Haus noch steht“

Die 21-Jährige hatte Glück und wurde evakuiert.
Die 21-Jährige hatte Glück und wurde evakuiert. ©AP/handout
Der Hurrikan „Irma“ hat für katastrophale Zustände im US-Staat Florida gesorgt – W&W sprach mit Claudia Ziedler (21) aus Feldkirch, die auf den „Keys“ lebt.
Aufräumarbeiten nach Irma
"Irma" zieht weiter - Jetzt wird aufgeräumt


Überschwemmte Straßen, umgekippte Baukräne und Stromausfälle: „Irma“ hat für katastrophale Zustände im US-Staat Florida gesorgt. Der Hurrikan wurde am Montag auf die niedrigste Kategorie 1 herabgestuft, Entwarnung gab es aber nicht. Die Bewohner müssen mit weiteren Sturmfluten rechnen. Rund 4,3 Millionen Haushalte in Florida und Georgia waren ohne Strom. Claudia aus Feldkirch hatte Glück und wurde evakuiert: „Das Wochenende vor dem Hurrikan war ich noch in Marathon, Florida Keys, um dort den ‚Labor Day‘ zu verbringen. Zu diesem Zeitpunkt sprach man schon von einem schlimmeren Sturm, kurz darauf wurde dann bekannt gegeben, dass es einen Hurrikan geben wird“, erzählt die 21-Jährige gegenüber WANN & WO.

Vorbereitungen treffen

„Natürlich waren zu diesem Zeitpunkt kaum mehr Flugtickets zu ergattern, ich hatte jedoch großes Glück und konnte vergangenen Donnerstag nach New Hampshire fliegen. Im Vorfeld mussten wir haufenweise Vorbereitungen treffen“, erklärt die Feldkircherin, die sich auf „Irma“ vorbereiten konnte. Alles im Haus, was sich auf Kniehöhe befand, musste für den Fall von Überschwemmungen in Sicherheit gebracht werden. „Die Behörden haben ganze Listen zusammengestellt, um sich auf ‚Irma‘ vorzubereiten. Alle elektronischen Geräte mussten ausgesteckt werden, die Fenster und Türen mit Metall abgeschottet und unser wichtigstes Hab und Gut in einen kleinen Handgepäckskoffer gepackt werden“. Besonders schlimm: Claudia und viele andere Einwohner erfahren erst heute, in welchem Zustand sich ihr Haus befindet, oder ob der Hurrikan alles in Schutt und Asche zerlegt hat.

Wasser? Ausverkauft!

Der 21-Jährigen bereitet das große Sorgen: „Wir erfahren erst heute im Laufe des Tages, wie die Situation zuhause aussieht. Die meisten meiner Freunde sind zusammen mit ihren Familien vereist, doch manche blieben zurück und mussten sogar in ihren Wohnungen und Häusern ausharren. Am Samstag­abend habe ich über WhatsApp einige Sprachnachrichten bekommen, in denen man das Rauschen des Hurrikans sehr gut hören konnte. Das hat mich alles ziemlich verängstigt, weil ich das von Vorarlberg natürlich nicht kenne.“ Und: Selbst sechs Tage vor dem Hurrikan gab es schon sehr lange Wartezeiten und Engpässe – etwa bei der Tankstelle oder in lokalen Lebensmittelgeschäften waren Wasser sowie viele Lebensmittel einfach ausverkauft, wie Claudia erzählt. „Es gab aber auch viele Menschen, die via sozialer Medien ihre Hilfe anboten und andere Leute aufgenommen haben. Der Zusammenhalt zwischen den Menschen hier in Florida ist wirklich etwas Besonderes. Das nimmt mir ein bisschen die Angst. die Leute hier stehen zusammen und helfen sich gegenseitig. Wir lassen uns nicht unterkriegen.“

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