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Warum gibt es mich? Philosophische Gespräche machen Kinder glücklich

Kinderphilosophin Doris Daurer ist üebrzeugt, dass philosophische Gespräche Kinder glücklich machen.
Kinderphilosophin Doris Daurer ist üebrzeugt, dass philosophische Gespräche Kinder glücklich machen. ©Vorarlberger Kinderdorf
Kinderphilophin Doris Daurer ist überzeugt, dass philosophische Gepräche Kinder glücklich machen. Zum Auftakt der Reihe „Wertvolle Kinder“ des Vorarlberger Kinderdorfs hielt Daurer ein Plädoyer für die Auseinandersetzung mit Fragen, die das Leben stellt.

„Um ein sinnerfülltes, glückliches Leben führen zu können, brauchen Kinder mehr als die bestmögliche Schule, eine gute Zahnprophylaxe und ausreichend Bewegung“, meinte die Innsbrucker Kinderphilosophin Doris Daurer zum Auftakt der Reihe „Wertvolle Kinder“. Vor über 150 BesucherInnen, die sich den philosophischen Start der 14. Runde im ORF Landesstudio nicht entgehen ließen, appellierte Daurer für „die Bereitschaft, sich auf das wertfreie Gespräch mit Kindern einzulassen“.

In die Tiefe tasten

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Was ist Glück und wer ist ein Freund? Warum vergeht die Zeit? Warum gibt es mich? Oder auch: Warum müssen sich Katzen nicht die Zähne putzen? Diese sogenannten „Denkerfragen“ haben im Gegensatz zu Wissensfragen mehr als nur eine einzige gültige Antwort. Sie können Anknüpfungspunkt für ein philosophisches Gespräch mit Kindern sein – und damit mit all dem, was im Leben passiert und uns berührt. „Diese Fragen animieren zum Selber-Denken, zum Lebendig-Bleiben“, konstatierte Daurer. „Im Verlauf des Sozialisationsprozesses wird Selberdenken durch Hinterherdenken abgelöst“. Umso wichtiger sei es für uns Erwachsenen, in Berührung zu bleiben und Kinder dabei zu unterstützen, über jene Fragen nachzudenken, die das Leben in uns wachruft.

Keine Gefühlsfarben vorgeben

Die Pädagogin und Autorin ermutigte das Publikum, „Kinder so wachsen zu lassen wie sie gedacht sind, um in ihrem Selbst erblühen zu können“. Auch dazu könne das Philosophieren mit Kindern beitragen, denn es gebe keine „Oberhoheit“ bei Denkerfragen und bei Gefühlen. „Es geht darum, wahrzunehmen und anzunehmen, was das Kind denkt und fühlt. Wir können das Selbst der Kinder stärken, wenn wir uns berührbar zeigen, statt den Kindern die Gefühlsfarben vorzugeben“, meint die Philosophin. Im Alltag mit Kindern würde das zum Beispiel heißen „Ich glaub, dass du traurig bist“ statt „Du brauchst nicht traurig sein“.

Philosophieren macht glücklich

Wir sollten offen und lebendig bleiben, damit die Fragen des Lebens ordentlich und tiefgründig an uns rühren können. Das bedeute auch, eine Konfliktbewältigungskultur vorzuleben und zeigen, dass sich Widersprüchliches ergänzen kann. Kinder nicht nur unter dem Blickwinkel des Funktionieren- und Sich-anpassen-Müssen zu sehen, fordere Achtsamkeit, Anerkennung und eine gute Portion Mut und Freude. „Nur so können sie einen Beruf ergreifen, der auch ihrem inneren Ruf entspricht, und letztlich ein sinnerfülltes Leben führen“, so das Resümee der Pädagogin. Und so können wir unseren Kindern einen kostbaren Schatz für die Erfahrungsschatzkiste ihrer Kindheit mitgeben.

 

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