Wahlkampf der Kleinparteien vor der Europawahl 2014

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Am 25. Mai 2014 findet in Österreich die EU-Wahl statt.
Am 25. Mai 2014 findet in Österreich die EU-Wahl statt. - © APA
Mit recht geringer Chance auf Erfolg gegen auch vier Kleinparteien bei der EU-Wahl 2014 an den Start. Sie setzen im Wahlkampf vor allem auf Bürgerkontakt und zum Teil auf Aktionismus.

Die beiden Regierungsparteien SPÖ und ÖVP positionieren sich im Wahlkampf europafreundlich, orten in der EU allerdings auch Verbesserungspotenzial. Die SPÖ startete mit den Slogans “Europa im Kopf. Österreich im Herzen” und “Soziale Werte aus Österreich. Für Europa”. Die Kanzlerpartei setzt mit Spitzenkandidat Eugen Freund auf einen europafreundlichen Kurs mit einem kritischen Blick auf die Union: Europa sei wichtig, es gebe aber auch einiges zu verbessern. Gereimt wird auch bei den Roten und so heißt es in der aktuellen Plakatwelle: “Sozial statt egal.”

ÖVP setzt im Wahlkampf auf zwei Schienen

Ungewöhnlich ist der Auftritt der ÖVP im Wahlkampf, denn sie setzt auf zwei Schienen. Zum einen wird Spitzenkandidat Othmar Karas ohne Parteilogo plakatiert, zum anderen gibt es auch Sujets der ÖVP selbst. Karas sei “der Kandidat für alle”, die einen pro-europäischen Kurs unterstützen. Der ÖVP-Spitzenkandidat wird ebenso wie Eugen Freund von einem Promi-Komitee unterstützt.

BZÖ tourt durch alle Bundesländer

Auch das BZÖ versucht es noch einmal, nachdem der einzige Europamandatar Ewald Stadler seine eigene Partei gegründet hat und mit dieser auch antritt am 25. Mai. Auf den BZÖ-Plakaten ist Spitzenkandidatin Angelika Werthmann gemeinsam mit Parteiobmann Gerald Grosz abgebildet, dazu der Slogan “Ans Werk! Mit voller Kraft für Österreich”. Wichtigste Themen sind die Eurokrise, die Wut auf Banken und Spekulanten, die teure Bürokratie in Brüssel und das “massive Demokratiedefizit”, erklärte Werthmann. Auf dem Programm steht auch eine Tour durch alle Bundesländer.

So werben die anderen Kleinparteien

Ewald Stadlers REKOS werben mit auffallend gelben Schildern in Form eines Wappens. “Wehrt Euch!”, lautet die Aufforderung darauf. Geplant sind außerdem eine Bundesländertour und Aktivitäten in Social Networks.

“Europa anders” setzt auf Aktionismus: Spitzenkandidat Martin Ehrenhauser machte auf die Bewegung aufmerksam, indem er eine ORF-Diskussionsrunde verließ. Zunächst campierte er auf dem Ballhausplatz in Wien, danach zog es ihn in einem VW-Bus durch Österreich. Er wirbt dabei für Unterstützung für sein Hypo-Haftungsboykott-Volksbegehren.

“EU STOP” will im Wahlkampf 100.000 Flugzettel versenden und verteilen, damit ließen sich die Leute direkt erreichen, meinte Robert Marschall. Die größte Herausforderung werde freilich sein, die EU-Gegner davon zu überzeugen, überhaupt wählen zu gehen, so der Spitzenkandidat.

Den vier kleinen Gruppierungen werden in Umfragen wenig Chancen auf einen Einzug ins Europaparlament attestiert. (APA)

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