So könnte die Ortsumfahrung in Alberschende aussehen - © VN
„Damit ist eine weitere wichtige Etappe im Gesamtprojekt ,Bregenzerwaldstraße neu abgeschlossen“, sagte Landeshauptmann Herbert Sausgruber anlässlich des Durchschlags beim Achraintunnel im Mai 2007. Weitere Etappen lassen seither auf sich warten, der Verkehr jedoch nicht. Beim Achraintunnel etwa wurden im Jahr 2010 Zunahmen von 19 Prozent gegenüber 2009 registriert. Tendenz steigend.
Seit Langem bemühen sich die Gemeinden Egg, Andelsbuch, Alberschwende und Schwarzenberg um eine befriedigende Verkehrsentlastung. Seit 2004 werden Maßnahmen diskutiert, im Jahr 2010 wurde das Verkehrskonzept Bregenzerwald präsentiert (siehe Download). In Andelsbuch scheinen die jahrzehntelangen Verhandlungen nun ein Ende gefunden haben. Ende Mai wurde ein Grundsatzbeschluss gefasst. Die Entlastungsstraße soll endgültig umgesetzt werden. Auch in Alberschwende wurde Ende November 2010 ein konsensorientiertes Planungsverfahren unter der Federführung des Landes eingeleitet. „Derzeit sind wir dabei, ein Konzept zu erarbeiten“, erläutert Projektleiter Jörg Zimmermann. Noch habe sich das Team auf keine Varianten festgelegt. „Fest steht aber, dass eine kleinere Lösung auf Gemeindegebiet mehr Entlastung bringt als eine großräumige Umfahrung.“ Auch frühere Planungen finden in diesem Prozess Berücksichtigung. Mit einem Ergebnis ist laut Zimmermann frühestens im Herbst dieses Jahres zu rechnen. „Dann wird auch entschieden, wer in welcher Form beteiligt wird.“
Eben diese Bürgerbeteiligung vermisst das Kulturforum Bregenzerwald und veranstaltet daher am Freitag die Podiumsdiskussion „Schon wieder Verkehr im Bregenzerwald?“ „Uns geht esnicht darum, zu sagen, wie die Lösung aussehen soll, sondern darum, was im Sinne einer Bürgerbeteiligung zu tun ist. Und da esdiePolitiknichtmacht, machen wir es“, erläutert Organisator Kurt Bereuter. Schlecht informiert fühlt sich auch Thomas Sohm vom gleichnamigen Holzbaubetrieb. Eine mögliche Umfahrungsvariante für Alberschwende, im Vorarlberg Atlas bereits eingezeichnet, führt direkt auf sein Firmengelände. „Die Gemeinde ist der Meinung, wenn man was wissen will, dann muss man zu ihnen kommen.“
(VN/Rainer)