Wachstum im zweiten Quartal nur noch minimal

Von Verein Jahrgang 1937 Weiler
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Die Wirtschaft ist in Österreich im zweiten Quartal kaum mehr gewachsen.

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Von April bis Juni lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) real nur noch 0,1 Prozent über dem Vorquartal und auch über dem Vorjahreswert. Dies hat nun eine erneute BIP-Berechnung des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) ergeben. Mitte August war das Wifo in seiner Schnellschätzung noch von jeweils 0,2 Prozent Plus ausgegangen.

Ausblick gedämpf

Im ersten Quartal hatte das BIP im Quartalsabstand noch um 0,5 Prozent und im Jahresabstand um 2,1 Prozent zugelegt. "Die Krise im Euro-Raum schlägt auf die heimische Wirtschaftsentwicklung durch", lautet die Hauptaussage der Wifo-Experten zur BIP-Revision. Die Konjunktur in Österreich habe sich zwar deutlich abgekühlt, doch sei diese Entwicklung angesichts der Rezession im Euro-Raum als relativ gut zu bezeichnen. Allerdings sei der Ausblick gedämpft und neben der Schwäche der Weltwirtschaft durch die Krise im Euro-Raum belastet.

Zeichen einer Konjunkturabschwächung

Nach einer durchaus positiven Entwicklung der Weltwirtschaft im ersten Halbjahr 2012 mehren sich nach Ansicht der Expeten die Zeichen einer Konjunkturabschwächung. Diese Entwicklung resultiere vorwiegend aus der anhaltenden Krise im Euro-Raum, erklärte das Wifo zu seiner BIP-Neuberechnung. Österreichs Wirtschaft gerate zunehmend unter den Einfluss der europäischen Staatsschuldenkrise. So seien drei der fünf großen europäischen Volkswirtschaften (Großbritannien, Italien und Spanien) bereits in die Rezession geraten, Frankreichs BIP stagniere. Lediglich aus Deutschland kämen noch positive Wachstumsimpulse.

Die mäßige Konjunkturdynamik der heimischen Wirtschaft zeigt sich laut Wifo in fast allen Nachfragekategorien: Die Anlageinvestitionen seien im zweiten Quartal ähnlich vorsichtig ausgeweitet worden wie im ersten Quartal. Während die Bauinvestitionen gegenüber der Vorperiode stagnierten, nahmen die Investitionen in Ausrüstungsgegenstände leicht zu. Der Konsum der privaten Haushalte stagnierte im zweiten Quartal zum zweiten Mal in Folge. Und der öffentliche Konsum stieg etwas schwächer als in der Periode zuvor.

(APA)

 

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