27. Juli 2010 15:20; Akt.: 27.07.2010 15:20

Vorwürfe gegen Grasser: Kontenöffnung gefordert

SPÖ und Grüne fordern sofortige Kontenöffnung. SPÖ und Grüne fordern sofortige Kontenöffnung. - © APA
Die sofortige Öffnung von Grasser-Konten und die Offenlegung aller Vermögenswerte des Ex-Finanzministers fordern SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter und die Bautensprecherin der Grünen, Gabriele Moser, nach der Veröffentlichung weiterer Vorwürfe gegen den ehemaligen Minister Karl-Heinz Grasser durch die Wochenzeitung “Falter”. Weiters hält Kräuter eine Untersuchung aller Verkaufs- und Privatisierungsvorgänge von Staatsvermögen in der “Schüssel-Grasser-Ära” vonseiten der Justiz für unerlässlich. (33 Kommentare)

“Das Maß ist voll, die Faktenlage eindeutig und die Verdachtsmomente sind erdrückend”, so Kräuter am Dienstag in einer Aussendung. Justizministerin Claudia Bandion-Ortner solle bisher Versäumtes nachholen und die Kontenöffnung umgehend nachholen. Die Ministerin habe trotz zahlreicher Hinweise und Aufforderungen durch die SPÖ viele Monate in der Buwog-Causa verschlafen und damit dem Ansehen der Justiz keinen guten Dienst erwiesen.

“Ex-Finanzminister Grasser gehen offenbar die weißen Westen aus”, so Moser in einer Presseaussendung. Die Verdachtslage werde täglich dichter, nur mehr die Offenlegung des Vermögens von Grasser stehe zwischen der Wahrheit und Grassers öffentlich getragenen weißen Westen.

Ein erster Schritt sei die Öffnung der relevanten Konten, aber es gehe auch um die Vermögenswerte, schließlich gebe es Hinweise, dass auch Bargeld geflossen sei wie zum Beispiel die Bezahlung des Grasserschen Seychellen-Jettens, so Moser.

“Der nächste Schritt der Aufklärung sollte in die Richtung: ‘Was wusste die ÖVP?’ gehen”, so Moser weiter. Schließlich sei dies alles unter den Augen des ehemaligen ÖVP-Staatssekretärs Alfred Finz im Finanzministerium geschehen.

Die sogenannte “Schüssel-Grasser-Ära” werde in Hinkunft völlig eindeutig zu bewerten sein, meint Kräuter. In den Jahren 2000 bis 2006 sei Eigentum der Bevölkerung “auf geradezu unfassbare Art und Weise verscherbelt” worden.



Artikel weiterempfehlen
  • 0

Ihre Meinung Kommentare filtern  | 
KOMMENTARE FILTERN Optionen ausblenden  X


 
Sie müssen eingeloggt sein oder sich registrieren um einen Kommentar abzuschicken.
Please enter a title and content
 

HTML-Version von diesem Artikel

Mehr auf VOL.at
Parlament in Athen stimmt für Sparpaket
Das griechische Parlament hat nach hitziger Debatte das umstrittene Sparpaket gebilligt und damit den Weg für ein [...] mehr »
Parlament in Athen stimmt für Sparpaket
Das griechische Parlament hat nach hitziger Debatte das umstrittene Sparpaket gebilligt und damit den Weg für ein [...] mehr »
Arabische Liga will UN-Friedensmission in Syrien
Unter dem Eindruck der andauernden Gewalt beendet die arabische Liga ihren Beobachtereinsatz in Syrien und fordert einen [...] mehr »
Duisburgs Oberbürgermeister abgewählt
Eineinhalb Jahre nach der Love-Parade-Katastrophe mit 21 Toten muss der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland [...] mehr »
Gemeinde Gföhl stimmt gegen buddhistischen Bau
Die Bevölkerung der Waldviertler Gemeinde Gföhl hat dem geplanten buddhistischen Stupa-Bau bei der Volksbefragung am [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Psst... Box

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neuen Nutzer registrieren

Anmelden oder Registrieren
um Profile zu verknüpfen

{username} registrieren Sie sich jetzt neu auf VOL, um Ihr Facebook-Profil mit einem neuen Benutzer zu verknüpfen ODER klicken Sie auf Anmelden wenn Sie bereits einen VOL-Benutzer haben.


muss eine gültige E-Mail-Adresse sein


Bitte max. 32 Zeichen verwenden


Mindestens 6 Zeichen





Sie haben bereits einen VOL-Benutzer? Anmelden

Bestehendes VOL-Profil verknüpfen

melden Sie sich mit Ihrem VOL-Benutzer an ODER klicken Sie auf Neu Registrieren .


Passwort vergessen

Sie haben noch keinen VOL-Benutzer? Neuen Benutzer registrieren